Flüchtlinge wünschen sich Mentoren

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Insgesamt 12 Mentoren begleiten Flüchtlinge und helfen ihnen im Alltag. Der Caritasverband sucht weitere engagierte Bürger.

Es ist gar nicht so einfach, sich als Flüchtling in Deutschland einzuleben. Der Caritasverband Kleve hat im Rahmen der Flüchtlingshilfe recht früh erkannt, dass die zugewanderten Menschen Unterstützung benötigen. Mithilfe des Mentorenprojektes haben sie einen Rahmen geschaffen, gezielt einzelnen Menschen oder Familien Hilfestellungen im Alltag zu leisten.

Sie begleiten sie zu Gesprächsterminen bei Behörden oder helfen ihnen bei der Wohnungssuche. Mentorin Monika Vermeulen kennt die Probleme nur zu gut. Sie engagiert sich seit einigen Jahren für hilfebedürftige Menschen. Dadurch, dass der Caritasverband das Mentorenprojekt ins Leben gerufen hat, haben sich festere Kontakte zu einzelnen zugewanderten Menschen ergeben. Im Laufe der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass gerade Behörden- und Arztbesuche eine große Hürde darstellen, da zum Verständnis die Sprachkenntnisse einfach nicht ausreichen. „Es gibt den Menschen große Sicherheit, wenn sie zu solchen Termine begleitet werden“, weiß Monika Vermeulen. Es ist sehr erleichternd, wenn einem jemand zur Seite steht und die Sachverhalte im Nachgang mit einfachen Worten erklärt. Oft gestaltet sich auch die Wohnungssuche schwierig.
Javed Emmanuel (47) stammt aus Pakistan. Er ist froh, dass er mit Tillmann Todt einen Mentor an seiner Seite hat, der ihm in vielen Situationen Hilfestellung gibt und ihn unterstützt. „Ich unterstütze Javed Emmanuel bei sämtlichen Dingen, angefangen vom Zimmer einrichten bis hin zur Klärung rechtlicher Probleme. Es ist sehr hilfreich, dass die Mitarbeiter der Caritas für Fragen zur Verfügung stehen, denn auch für mich sind viele Dinge neu“, sagt Todt. Für Javed Emmanuel hat sich in den letzten Monaten viel bewegt. Sein Mentor nimmt ihm seine Ängste und spricht mit ihm über Dinge, die ihn beschäftigen. Javed Emmanuel hofft, dass er bald einen Job findet. In Pakistan hat er eine Ausbildung als Technischer Zeichner absolviert.
„Viele zugewanderte Menschen gelangen über den Beth HaMifgash Verein zum Caritasverband“, erklärt Gudrun Otto, die sich bereits lange für Flüchtlinge einsetzt.
Auch beim Caritasverband werden von Ehrenamtlichen Deutschkurse angeboten, die den Menschen helfen, die Sprache zu erlernen. „Die zu uns kommenden Menschen wünschen sich immer mehr einen Mentor. Daher sind wir stets auf der Suche nach interessierten Bürgern, die einem zugewanderten Menschen einen Teil ihrer Zeit schenken und ihnen auf Augenhöhe begegnen“, sagt Wilfried van de Kamp, Leiter des Fachbereiches Sozial- und Migrationsberatung. „Derzeit konnten wir 12 Mentoren für ein Engagement gewinnen, allerdings suchen wir weitere Engagierte für die Standorte Kleve, Emmerich und Rees“, erklärt van de Kamp weiter.
Mit Interessenten werden zunächst in einem Einzelgespräch die inhaltlichen und zeitlichen Ressourcen erörtert. Diese Informationen dienen auch der weiteren Abstimmung vor dem Kennenlerngespräch mit dem Flüchtling. Abschließend entscheiden beide Parteien, ob das Mentoren-Engagement beginnen soll.

Interessierte haben die Möglichkeit, mit folgenden Personen des Caritasverbandes Kontakt aufzunehmen:

Emmerich und Kleve: Wilfried van de Kamp, Tel.: 02821 7209-769, E-Mail: w-vandekamp@caritas-kleve.de
Kleve: Norbert Gerding, Tel.: 02821 7209-160, E-Mail: n.gerding@caritas-kleve.de
Rees: Ellen Lukas, Tel.: 02851 9673170, E-Mail: e-lukas@caritas-kleve.de
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