Gemeinde bereitet Altarweihe in der Willibrord-Kirche vor

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Pfarrer Stefan Notz (links) begrüßte die Gemeinde in dem umgebauten Gotteshaus. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
Kleve: St.-Willibrord-Kirche |

(pbm/cb). Es ist fast ein magischer Moment: Gerade noch eine laute Baustelle, füllt sich der Innenraum der Klever Willibrord-Kirche plötzlich mit dem Gesang der Gemeinde.

„Lasst uns miteinander singen, loben, preisen den Herrn“ hallt es von den Wänden wieder, und plötzlich ist die Baustelle wieder ein lebendiges Gotteshaus. Mehr als ein Jahr lang konnte dort kein Gottesdienst gefeiert werden, viel hat sich im Innenraum der Kirche getan.

In der Mitte, dort, wo früher die Bänke standen mit Blick zum Hochchor, steht nun der Altar. Ein mehrteiliger Steinquader, rund 2,5 Tonnen schwer, wie Architekt Professor Hannes Hermanns erläutert, gehauen aus Travertin, einem Gestein aus der Nähe von Rom. Grundlage für den neuen Altar ist der alte, der umgebaut und ergänzt wurde. Künftig wird die Gemeinde rund um ihn sitzen. Bevor es soweit ist, wird der Altar am kommenden Sonntag, 16. Oktober, in einem feierlichen Gottesdienst gesegnet.

Doch schon bei der Fertigstellung sollte die Gemeinde dabei sein, erklärt Pfarrer Stefan Notz, daher haben sich bereits an diesem 12. Oktober zahlreiche Menschen in dem Gotteshaus versammelt. Die Mensa – das ist die obere, dunkle Steinplatte des Altars – soll bei einer kleinen Andacht aufgelegt werden. Ein Flaschenzug hält die rund 350 Kilogramm schwere Platte, während Pfarrer Notz mit der Gemeinde das Lied anstimmt und alle die Lesung hören. Im Altar befindet sich eine Ausbuchtung, in sie wird ein Gruß an die Zukunft gelegt: Eine Zeitkapsel mit Dokumenten aus der Zeit des Kirchbaus (1930), der ersten großen Renovierung (1987) und aus der heutigen Zeit. Auch ein kleiner Stein von der Kathedrale aus dem britischen Whitby ist dabei, jener Stadt, die durch den Bomberpiloten Ray Hamley eng und freundschaftlich mit Kleve verbunden ist.

Als der große Moment gekommen ist, packen viele Gemeindemitglieder mit an, um die Mensa über dem Altar zu platzieren und schließlich mit dem Flaschenzug abzusenken. Nochmals wird gesungen, dann löst sich die Gemeinde auf und das Gotteshaus wird langsam wieder zur Baustelle. Bis zum ersten Gottesdienst am 16. Oktober ist noch viel zu erledigen. „Wir schaffen das“, sagt Pfarrer Notz und lächelt. Wenn Weihbischof Wilfried Theising und die vielen Gäste ab 10 Uhr die Messe feiern, dann wird aus der Baustelle längst wieder ein Gotteshaus geworden sein.
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