Gespräch(e) im Park - heute: Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland eG

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von links: Seniorchef Heinz Josef Keller, Moderator Willi Heuvens, Einrichtungsleiterin Nicole Klösters-Kolk und Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland
  Kleve: Minoritenstraße | Die große Wildparkanlage des Rittersitzes Haus Horst in Kalkar im historischen Stil entwickelt sich immer weiter in den Bereich "Ort der Begegnung" für Politiker, verantwortliche Wirtschafts- und Finanzkräfte, für Kunst und Kultur und für Menschen, die etwas bewegen möchten.

Heute begrüßte man für den Bereich "Finanzwirtschaft" und "Bankenwesen" den Vorstandsvorsitzenden der wohl wichtigsten Universalbank im nördlichen Kreis Kleve, Herrn Frank Ruffing.

Bei herrlichem Frühherbstwetter diskutierte Moderator und Gastgeber Willi Heuvens über die Thematik "Stellenwerte und Schwerpunkte der Volks- und Raiffeisenbanken im heutigen Finanzwesen". Umgeben von alten, mächtigen Baumbeständen, von dort lebenden Wasservögeln, Pfauen, Huftieren und Damwild ging man intensiv auf die Problematik der heutigen Bankenlandschaft ein.

Frank Ruffing besitzt ein überaus hohes Wissen in diesem Bereich, fuhr die Volksbank Kleverland wieder in ruhige und erfolgreiche Gewässer und blickt für diese Volksbank optimistisch in die Zukunft.

Seine Überzeugung zur vorgegebenen Thematik sieht sich im einzelnen so an:

Das genossenschaftliche Geschäftsmodell basiert auf einem Gedanken: „Was einer alleine nicht schafft, dass schaffen viele." Diese Überzeugung unserer Gründungsväter Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen teilen wir Genossenschaftsbanken seit über 150 Jahren.
Die Volksbanken Raiffeisenbanken zählen derzeit 30 Millionen Kunden und über 18 Millionen Mitglieder. Menschen, die ihre Kräfte bündeln, sind gemeinsam viel stärker, als es ein einzelner je sein könnte. Dies ist der Kern der genossenschaftlichen Idee - die Kraft der Genossenschaft, von der jeder Kunde und jedes Mitglied profitiert.
Die Genossenschaftsbank hat ihre Geschäftspolitik an den Belangen ihrer Mitglieder auszurichten. Die Mitglieder profitieren vom Erfolg der Bank und sind in die demokratischen Entscheidungsprozesse zur Ausrichtung der Bank eingebunden.
Auch die rechtlichen Organe der Genossenschaftsbank werden durch Mitglieder besetzt. Hierzu gehören die Vertreterversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vertreterversammlung – ist das zentrale Willensbildungsorgan.
Und genau das ist es, was uns Genossenschaftsbanken von Privatbanken unterscheidet. Wir sind unseren Mitgliedern verpflichtet und streben nicht nach Gewinnmaximierung.
Genossenschaftsbanken verstehen sich als wertorientiert: Unsere Ziele gehen über diejenigen reiner Wirtschaftsbetriebe hinaus. Wir bauen auf unsere traditionellen genossenschaftlichen Werte wie Partnerschaftlichkeit, Transparenz, Solidarität, Vertrauen, Fairness und Verantwortung. An diesen Werten richten Volksbanken Raiffeisenbanken ihr Handeln und ihre Genossenschaftliche Beratung aus.
Volksbanken Raiffeisenbanken sind in ihrer Region verwurzelt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stets persönlich ansprechbar und nahe an den Menschen vor Ort. Dadurch können wir schnell und flexibel reagieren. Wir kennen den Markt und noch viel wichtiger, wir kennen die Menschen genau. Wir sind vertraute Partner vor Ort.
Die Frage, die sich stellt ist: „Wie aktuell ist das Geschäftsmodell Genossenschaft?“.
Handelt es sich hierbei um ein historisches Relikt aus vergangenen Zeiten, oder um eine wahre Stärke?
Die Genossenschaften sind gerade heute sehr aktuell. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und großer ökonomischer Umbrüche führten in der Vergangenheit und führen auch heute immer wieder zur Rückbesinnung auf verlässliche Werte und ihre Neuinterpretation unter den gegebenen Herausforderungen.
Das war zu Zeiten von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch so und so ist das auch heute.

Ergänzend wurde festgestellt, dass die Volksbank Kleverland kurzfristig nicht beabsichtigt, Zweig- bzw. Geschäftsstellen zu schließen. Man will mit hoch kompetenten Fachkräften vor Ort - beim Kunden - präsent sein.

Fusionen sind nicht zwingend erforderlich, die Zahlen der Bank zeigen, dass man auch ohne Zusammenschlüsse mit anderen Instituten auf gesunden Füßen steht. Gespräche in diese Richtung werden trotzdem immer wieder mal geführt, allerdings ohne Druck und Zwang, einfach aus einer guten und sicheren Position heraus.

Man legt in diesem Institut großen Wert darauf, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Entscheidungen mit eingebunden werden, die auch die Zukunft dieser Bank betreffen.

Zur Wettbewerbsverzerrung zählt selbstverständlich, dass Sparkassen und Landesbanken, die sich im Eigentum von Kommunen, Kreisen und Ländern befinden, den Wettbewerb der Kreditinstitute stark und unfair verzerren.
Die Lösung wäre, dass sich auch Sparkassen und andere öffentlich-rechtliche Institute zusätzliches und notwendiges Kapital am Kapitalmarkt besorgen sollten - und nicht wie bisher - ausschließlich beim Steuerzahler, der ungefragt Geld zuschießen muss, wenn die Zahlen der Bank und die Arbeit der verantwortlichen Vorstände nicht erfolgreich sind.

Ein kurzweiliges, interessantes und informatives Fachgespräch, zeitweise begleitet von Seniorchef Heinz Josef Keller, endete nach etwa 90 Minuten.

Ich bin davon überzeugt, dass man Herrn Ruffing auch zu weiteren Veranstaltungen auf Haus Horst als gern gesehenen Gast begrüßen wird.

Die Bilderserie zeigt Impressionen aus dem großen Park von Haus Horst.
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Jens-Uwe Habedank aus Kleve | 05.10.2016 | 20:02  
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