Kooperation zwischen Marienschule und Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in MINT-Fächern

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  Das Wissen um den zukünftig fehlenden Nachwuchs in den naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeldern führt zu Veränderungen in den Lehrplänen aller Schulformen. Dabei gilt der frühen Förderung der Kinder in diesen Bereichen besondere Beachtung. Auch die Leitung der Materborner Marienschule hat die Zeichen der Zeit erkannt und ergriff im Sommer 2014 die Initiative zu einem neuen Projekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen an einer weiterführenden Schule die Gelegenheit erhalten sollten, naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen.

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium griff die Initiative der Marienschule gern auf und bot 25 Viertklässlern der Marienschule im Verlauf des ersten Schulhalbjahres an drei ereignisreichen Vormittagen die Möglichkeit, neue Erfahrungen auf dem Gebiet der sog. MINT-Fächer zu sammeln. Die Lehrkräfte der Fächer Physik, Chemie und Biologie entwickelten für die Kinder der Grundschule geeignete Lernsituationen, in denen sie ausgewählte Naturphänomene experimentell erkunden konnten.

Zum Auftakt absolvierten die Kinder am Vormittag des 6. Novembers einen gezielt für sie konzipierten, abwechslungsreichen und vielfältigen Lernparcours zum Thema „Magnetismus“ – da war Langeweile ausgeschlossen. Am Ende dieser ersten Begegnung ermittelten die Kinder mit Hilfe eines Kompasses noch die korrekte Himmelsrichtung für den Rückweg vom Stein zu ihrer Grundschule.

Spannend wurde es auch im Dezember in der Chemie, wo die Grundschüler einen Bio-Kunststoff auf der Basis von Milch herstellen konnten. Nach Einfärben der Plastikmasse mit coolen Farben schufen die Kinder mit Hilfe kleiner Ausstechförmchen - passend zur Vorweihnachtszeit - dekorative Figuren, die sie nach dem Aushärten im Trockenschrank mit nach Hause nehmen durften.

Der vergangene Donnerstag sollte den Marienschülern schließlich unter die Haut gehen. In der Biologie erfuhren sie am eigenen Leib, dass die Haut des Menschen nicht nur sein größtes, sondern auch ein ganz besonderes Sinnesorgan darstellt. In verschiedenen Experimenten, bei denen sie selbst die Versuchsobjekte waren, entdeckten sie, wie unterschiedlich die berührungsempfindlichen Punkte in der Haut verteilt sind und wie diese es schafft, zwischen Wärme und Kälte zu unterscheiden.

An diesen drei erlebnisreichen Vormittagen im nun ausgehenden ersten Schulhalbjahr lernten die Schülerinnen und Schüler der Marienschule nicht nur interessante experimentelle naturwissenschaftliche Methoden und technische Tricks am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium kennen, die möglicherweise ihre Begeisterung für die naturwissenschaftlichen Fächer haben wecken können. Sie bekamen auch einen Eindruck davon, wie es an einer anderen Schule in einem viel größeren Gebäude mit seinen speziellen und technisch anspruchsvoll eingerichteten Fachräumen zugeht: Wenn diese 25 Grundschüler der vierten Klassen im kommenden Sommer an eine weiterführende Schule wechseln, wird ihnen der Start an der neuen Schule sicher ein wenig leichter fallen.

Dann wird sich herausstellen: Dieses naturwissenschaftliche Projekt ist eine gelungene Bereicherung für die schulformübergreifende Kooperation zwischen der Materborner Marienschule und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Autoren: BrüC, BroJ, KluS
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