Landwirt aus Leidenschaft - "Jede Kuh hat einen Namen"

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Für Markus Tißen aus Düffelward ist der Beruf des Agrarbetriebswirtes eine Passion. Gemeinsam mit seinen Eltern, führt er in vierter Generation den Hof der Familie trotz schlechter Zeiten auf dem Weltmilchmarkt weiter.
Kleve: Düffelward |

Es ist früh am morgen, der Nebel liegt noch über den Feldern und langsam geht die Sonne auf. Im Hintergrund sieht man die Schwanenburg. Ein Ausblick, der gleichzeitig auch der Lieblingsplatz von Markus Tißen ist.

von Tim Tripp

Düffelward. Im Stall warten bereits die 120 Kühe darauf das Sie endlich was zu fressen bekommen. Schnell holt den 25-jährigen die tägliche Arbeit ein. Der Stall muss ausgemistet werden, die Kühe versorgt und gemolken und auch die landwirtschaftlichen Ackerflächen müssen gepflegt werden. Ein Job, der vielfältiger nicht sein könnte und jeden Tag etwas Neues mit sich bringt.

Es geht weiter im Familienbetrieb


Gemeinsam mit seinen Eltern leitet Markus den Betrieb. Neben den Kühen gehören ebenso einige Pferde sowie Acker- und Weideflächen zum Betrieb. "Ich habe damals zuerst meinen Realschulabschluss gemacht, dann eine Ausbildung als Landwirt und danach die Fachschule für Landwirtschaft besucht, so dass ich nun Agrarbetriebswirt bin. Früher stand die körperliche Arbeit im Fokus. Heute machen vierzig Prozent der Arbeit die Bürokratie aus," erklärt Markus Tißen. Dennoch ist für Markus die Arbeit mit den Tieren das Wichtigste. "Sie haben zwar manchmal ihren eigenen Kopf, aber das ist auch gut so," erzählt Markus Tißen schmunzelnd.
Die Kühe werden im Betrieb im so genannten Boxenlaufstall gehalten. Darin können Sie sich frei bewegen und haben auch einen großzügigen Schlafplatz. "Natürlich kommen unsere Tiere auch auf die Weide, da fühlen Sie sich richtig wohl. Unsere Kühe produzieren jeden Tag dreitausend Liter Milch und verspeisen sechs Tonnen Futter. Mit 26 Cent, den wir derzeit für den Liter Milch von der Molkerei bekommen, fragt man sich, wie lange man noch Milch produzieren kann," so Tißen weiter. Trotzdem ist für Markus Tißen klar - er wird den Betrieb weiter führen. "Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen. Man merkt im Moment einfach, dass China, einer der Hauptabnehmer an Milchpulver, am schwächeln ist. Auch der Konflikt mit Russland macht es für den Weltmilchmarkt nicht einfacher. Natürlich stelle ich mir auch die Frage ob es gut oder schlecht wenn das TTIP-Abkommen eintreten wird." Es ist sein Traumjob, das wird schnell klar. Für ihn gehören die Kühe zur Familie und das soll auch so bleiben. Teilhaben daran darf jeder, denn beim Besuch der Milchtankstelle zeigt die Familie gerne den Betrieb und beantwortet die Fragen der Besucher.
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1 Kommentar
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Ewald Noy aus Goch | 18.05.2016 | 21:06  
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