Lohmann wird neuer Weihbischof am Niederrhein

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Bischof Dr. Felix Genn stellte Domkapitular Rolf Lohmann als neuen Weihbischof im Bistum Münster vor. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann)
 

(pbm/cb) Domkapitular Rolf Lohmann (54), Pfarrer und Rektor der Wallfahrt in Kevelaer, wird neuer Weihbischof im Bistum Münster.

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat am 25. April in Münster die Ernennung durch Papst Franziskus bekanntgegeben – zeitgleich erfolgte die Bekanntgabe auch in Rom. Lohmann wird als Weihbischof für die Region Niederrhein zuständig sein und ist zugleich Titularbischof für die Diözese Gor in Nord-Afrika. Er wird damit Nachfolger von Weihbischof Wilfried Theising, der seit Anfang des Jahres Offizial des Offizialatsbezirks Oldenburg, des niedersächsischen Teil des Bistums Münster, ist. Der Termin der Bischofsweihe ist am Samstag, 8. Juli. Der Gottesdienst im Münsteraner St.-Paulus-Dom beginnt um 10 Uhr.
Genn gratulierte dem künftigen Weihbischof und dankte Papst Franziskus für die Ernennung. Der Bischof berichtete von einem großen Vertrauen, das Rolf Lohmann bei vielen Menschen im Bistum Münster genieße. Dies habe er im Vorfeld der Bischofsernennung aus vielen Rückmeldungen erfahren. Das neue Amt bringe zwar auch eine gewisse Last mit sich, aber es sei gleichfalls ein Geschenk, dass die Menschen einem mit viel Vertrauen entgegen kämen. „Es ist eine wirkliche Freude, bei den Menschen zu sein“, gab Genn dem neu ernannten Weihbischof mit auf den Weg.
Sein erster Weg nach dem Anruf des Bischofs habe ihn zur Gnadenkapelle in Kevelaer geführt, sagte Lohmann. Sein Dienst als Rektor in dem Wallfahrtsort sei eine „wunderbare Tätigkeit“, die er „mit großer Leidenschaft“ erfüllt habe. Auch wenn er gebürtig aus Westfalen stamme, sei ihm der Niederrhein nicht fremd, betonte er, allein schon, weil viele Niederrheiner regelmäßig nach Kevelaer pilgerten. „Die Nähe zu den Menschen und die Seelsorge sind mir wichtig“, sagte Lohmann; als Pastor sei er „geerdet, was die Wirklichkeit der Kirche angeht.“
Seine Glückwünsche übermittelt hat auch bereits Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Er heiße Lohmann „im Kreis der Mitbrüder der Deutschen Bischofskonferenz willkommen“, schrieb Marx. „Deine reiche pastorale Erfahrung als Seelsorger und nicht zuletzt Dein engagiertes Wirken als Rektor der Wallfahrtsbasilika in Kevelaer sind sicherlich beste Voraussetzungen für Deinen künftigen Dienst.“ Er freue sich, so schreibt Marx weiter, „dass ein bodenständiger Pfarrer unsere Arbeit bereichern wird, dem es über die vielen Jahre des pastoralen Wirkens gelungen ist, alle Generationen zu erreichen.“
Rolf Lohmann wurde 1963 in Hamm/Westfalen geboren. Er wuchs in Westtünnen bei Hamm auf. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in München und Münster wurde er 1989 durch Bischof Reinhard Lettmann zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Coesfeld und Vikar in Billerbeck. Von 1997 bis 2011 war er Pfarrer in St. Ida in Herzfeld. Herzfeld ist der älteste Wallfahrtsort Westfalens, in der Basilika befindet sich das Grab der heiligen Ida. Rolf Lohmann war dort Wallfahrtsrektor. Dieses Amt übt er seit 2011 auch als Pfarrer in Kevelaer aus. Kevelaer ist der bedeutendste Marienwallfahrtsort nicht nur im Bistum Münster, sondern in ganz Nordwesteuropa. Bereits seit 2007 ist Rolf Lohmann als Domkapitular auch Mitglied des Münsteraner Domkapitels.
Das Bistum Münster ist mit über 1,9 Millionen Katholiken die zweitgrößte Diözese Deutschlands. Im Bistum Münster gibt es insgesamt fünf Weihbischöfe, die den Diözesanbischof bei der Wahrnehmung der bischöflichen Aufgaben unterstützen.
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