Mariä Himmelfahrt: „Keine Angst vor Veränderungen in der Kirche“

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Sie bildeten das „Navi-Team“ für den Pastoralplan: (v.l.) Susanne Ververs, Kaplan Michael Berentzen, Mick Michels, Reiner Rosenberg, Michael Beermann und Ellen Rütten. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer))

Reiner Rosenberg schaut nachdenklich auf das Heft, das er gerade, frisch aus der Druckerei, bekommen hat. „Es ist schon so, dass sich die Kirche verändert hat. Wir müssen gucken, wie wir damit umgehen“, sagt er.

Das Heft in seiner Hand soll dabei helfen – es ist der „Lokale Pastoralplan“, ein 29 Seiten starkes Papier mit sechs Leitsätzen, das für die Katholiken der Mariä-Himmelfahrt-Pfarrei eine Navigationshilfe für die Zukunft sein soll.
Das Bild des Navigationsgerätes hat sich die sechsköpfige Gruppe, der Rosenberg angehört, selbst gegeben. Pastoralreferent Michael Beermann erzählt: „Wir waren das Navi-Team für den Pastoralplan. Aus ganz unterschiedlichen Quellen haben wir Informationen und Daten bekommen, haben diese dann ausgewertet, zusammengefasst und Ideen erarbeitet, wie wir in die Zukunft gehen.“ Eine dieser Quellen sei etwa der Pfarrkonvent gewesen, eine Zusammenkunft von rund 100 Vertretern kirchlicher Gruppierungen aus der Pfarrei. Dort seien viele Wünsche und Sorgen besprochen worden. Zudem habe es in der Klever Innenstadt eine Umfrage gegeben, um auch Menschen zu erreichen, die nicht viel mit der Kirche zu tun haben. „Wir müssen den Blick über den Tellerrand werfen“, sagt Beermann.
Vieles habe sich in den vergangenen Jahren verändert. Beermann verweist auf die Statistiken, die ebenfalls im Pastoralplan abgedruckt sind. Weniger Taufen, weniger Firmungen, weniger Kirchenbesucher – „es tut allen weh, die das sehen“, gibt der Pastoralreferent zu, „aber ein großer Teil will sich der Veränderung stellen und auf die Zukunft ausrichten. Wir wollen nach vorne schauen, weil wir sicher sind, dass wir als Kirche eine Zukunft haben, die gestaltet werden will. Wir haben keine Angst vor Veränderungen in der Kirche.“ Rosenberg stimmt zu: „Wir bleiben Kirche, auch wenn sich die Vorzeichen ändern.“
Viele kleine Facetten gebe es in dem Pastoralplan, in denen es um konkrete Umsetzung gehe, sagt Beermann. Die Leitsätze umfassen die Themen „Begegnung ermöglichen“, „Liturgie“, „Jugend“, „Kinder und Familie“, „Caritas“ und „Politisches Engagement“. Wichtig sei, betonen die Mitglieder des Navi-Teams, dass der Plan kein festes Konstrukt sein dürfe, sondern ständig weiterentwickelt werden müsse. „Das ist nur der Anfang“, erklärt Susanne Ververs, „künftig müssen wir immer wieder prüfen, ob die Themen und Vorgaben noch aktuell sind, ob neue Themen aufgenommen werden und alte vielleicht zurückgestellt werden müssen.“ Wichtig sei dabei, mit den Gläubigen im Dialog zu bleiben, wie beispielsweise bei einem Pfarrkonvent. Der soll nach den positiven Erfahrungen in der Vorbereitungszeit auf den Pastoralplan nun regelmäßig einberufen werden.
Der Lokale Pastoralplan der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt wird seit Samstag, 26. November, in den Kirchen der Pfarrei verteilt. Zudem steht er im Internet auf der Seite www.himmelfahrt-kleve.de zum Download bereit. (pbm/cb)
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