Marion Sattler und Erika Niemann: Abschiede im Evangelische Kirchenkreis

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Es ist schon ein komisches Gefühl, zum letzten Mal zur Arbeit zu gehen, bevor der Ruhestand beginnt.

„Von nun an gehe ich hier nicht mehr hinter den Computer“, kündigte Marion Sattler bereits Ende Januar im Haus der kreiskirchlichen Dienste an. Für die Sekretärin des Superintendenten und Erika Niemann aus der Personalabteilung des Evangelischen Kirchenkreises Kleve beginnt nun nach 45 Berufsjahren die passive Phase der Altersteilzeit.

„Für das Übertreten von Schwellen braucht man Mut und Überwindung, wie Petrus, der wie Jesus auf dem Wasser lief“, so Superintendent Hans-Joachim Wefers während der Andacht Ende Februar. Darin wurden Erika Niemann und Marion Sattler von Mitarbeitenden aus Kirchenkreis und Gemeinden sowie einigen Ehemaligen verabschiedet.

„Vielseitig, umfangreich, abwechslungsreich“, damit umschreiben beide ihre Arbeit, die mit einer Menge „Papierkram“ zu tun hatte. Da war der Schriftverkehr mit den Gemeinden und der Landeskirche zu erledigen, waren Vorlagen für den Kreissynodalvorstand zu erstellen. „Es ging ja alles zuerst über die Suptur“, sagt Marion Sattler, wie die Superintendentur in Kurzform heißt. Ihr bescheinigte der Superintendent „Fingerspitzengefühl im Miteinander von Gemeinden, Suptur und Landeskirche“. Kollegin Erika Niemann fungierte für die Presbyterien in Personalfragen als erste Ansprechpartnerin. Sie setzte für Mitarbeitende die Arbeitsverträge nach neuester Gesetzeslage auf und sorgte auch dafür, dass diese das Gehalt pünktlich bekamen. Darüber hinaus engagierte sich die Personalfachfrau in der dreiköpfigen Mitarbeitervertretung. Obwohl sie schon längst zuhause bleiben könnte, arbeitet sie ihre Nachfolgerin Stefanie Noack noch ein. „Erika Niemann kennt nicht nur die Namen und die Gemeindezugehörigkeit von vielen Mitarbeitenden, sondern weiß auch, wie es der Familie geht“, hob Kollegin Astrid Bouvelet hervor.

„Ich denke, am Anfang ist es wie Urlaub“, sagt die scheidende „Supsekretärin“, deren Fröhlichkeit von vielen geschätzt wird. Marion Sattler war zuvor auch in der Kirchengemeinde Kleve und im Amtsgericht Kleve tätig. In der Superintendentur arbeitet Nachfolgerin Joke Wessels-Scheel schon länger mit, sie stockt nun die Stunden auf. Die Liste der Dinge, welchen die beiden Neu-Rentnerinnen sich widmen wollen, ist lang: Familie, Hunde und Garten, Urlaube klar. Erika Niemann singt nun im Frauenchor der Weberstadt, Marion Sattler kann sich vorstellen, Vorlesestunden anzubieten oder in einem der kreiskirchlichen Ausschüsse ehrenamtlich mitzuarbeiten. „Das Müssen und die Pflicht weichen nun dem Dürfen und der Freiheit“, verabschiedete Superintendent Wefers die langjährigen Mitarbeiterinnen. Für musikalische Unterhaltung sorgten der ehemalige Kreiskantor Friedhelm Olfen auf dem Bandoneon und der Chor der Kolleginnen und Kollegen. Sie sangen selbstgetextete Zeilen und den Refrain: Immer ich, immer ich, immer immer ich…
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