Markus van Berlo kümmert sich um Probleme von Schülern und Lehrern

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Markus van Berlo ist neuer Schulseelsorger in Kleve. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Die Themen Biologie und Umweltschutz sind nicht weit entfernt von den Themen Glaube und Religion – davon ist Markus van Berlo überzeugt.

Beide Bereiche wollen die Schöpfung bewahren, sagt er, und „Religion und Wissenschaft schließen einander doch nicht aus.“ Sein eigener Lebensweg ist das beste Beispiel: Der gebürtige Twistedener studierte Landschafts- und Umweltplanung, arbeitete lange in der Umweltbildung. Parallel engagierte er sich ehrenamtlich in der Kirche. Bis er merkte, dass ihm dieses Engagement zu wenig war. Vor 14 Jahren ließ sich er heute 44-Jährige zum Pastoralreferenten ausbilden, mittlerweile inklusive Fortbildung zum Schulseelsorger.

Als solcher ist van Berlo nun in Kleve angekommen. Nicht weit weg von seinem Wohnort Goch, wo er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt. Dort hat er zehn Jahre lang als Pastoralreferent gewirkt und auch die Arbeit an Hauptschule und Gymnasium kennengelernt. In Kleve wird er ausschließlich als Schulseelsorger arbeiten und seine bereits in diesem Feld tätigen Kollegen ergänzen. Die Bindung der Jugendlichen an die Gemeinde habe abgenommen, berichtet van Berlo, „umso wichtiger ist es, als Ansprechpartner da zu sein. Das kann ich nur vor Ort. Gerade in der Ganztagsschule verbringen die Kinder und Jugendlichen viel Zeit.“

Er sei zwar, betont der Seelsorger, ein Ansprechpartner von der katholischen Kirche, aber selbstverständlich stehe er als Seelsorger der gesamten Schulgemeinschaft zur Verfügung, unabhängig von Konfession oder Religion. Die Schulgemeinschaft, das schließe ausdrücklich „Lehrer, Eltern und Mitarbeiter“ ein, sagt van Berlo. Regelmäßig erreichbar und ansprechbar zu sein sei ein Teil der Aufgabe, aber eben auch, in Krisensituationen zur Stelle zu sein. „Es passiert immer wieder, dass jemand stirbt oder schwer verunglückt, ob Schüler, Lehrer oder Eltern. Dann ist es gut, wenn ein Seelsorger da ist, an den sich die anderen wenden können.“

Van Berlo weiß, dass die Arbeit in der Schule durchaus schwer sein kann. „Gerade da, wo es vielleicht besonders mühsam erscheint ist es wichtig, präsent zu sein. Das Ziel darf nicht sein, die Jugendlichen bekehren zu wollen. Das Ziel ist, die Schüler in ihrem Leben zu begleiten und zu unterstützen“, betont er. Rückendeckung bekommt er dabei von Propst Johannes Mecking: „Ich befürworte die Schulseelsorge. Früher war es üblich, dass der Pfarrer an den Schulen präsent war, das ist heute so nicht mehr möglich. Deshalb ist es wichtig, dass die Kirche mit Seelsorgern an die Schulen geht.“ Der neue Schulseelsorger in Kleve erstellt derzeit ein Konzept für seine Tätigkeit und setzt dabei Schwerpunkte. Zudem ist er schon mit den ersten Schulen im Gespräch. Ab dem kommenden Jahr soll es dann an die konkrete Umsetzung seiner Pläne gehen. (pbm/cb).
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