"Mathe ist auch in Kleve besondere Hürde"

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Etwa 60 Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet waren der Einladung des Fördervereins der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V. nach Kleve gefolgt. Die Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, nahm sich viel Zeit für intensive Fachgespräche. (Foto: Hochschule Rhein-Waal)
Wiederholt hat der Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V. im Rahmen von Sternfahrten die angehenden Abiturienten der Gymnasien, der Gesamtschulen und der Berufskollegs in Reisebussen nach Kleve eingeladen. Das erklärte Ziel: Die angehenden Studierenden sollen die noch junge Hochschule Rhein-Waal vor Ort kennenlernen, um sich für Kleve als Studienort zu entscheiden. Ganz aktuell nun hat Campus Cleve einen weiteren Schritt unternommen, um die Nähe zwischen Hochschule Rhein-Waal und den weiterführenden Schulen zu steigern: Eingeladen waren erstmals die Lehrerinnen und Lehrer der genannten Schulen. 60 Gäste durfte Campus-Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers im Senatssaal der Hochschule begrüßen, „deutlich mehr, als wir uns erhofft hatten“, gab er zu.

Professor Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, ließ sich gleichsam unter Fachleuten ganz tief in die Karten blicken und sprach offen über die Mathematik, die auch in Kleve Probleme bereitet. Ja, es gebe sie, die erkennbare Zahl an Studienabbrechern, die es zu analysieren gilt. und die Statistik anderer Hochschulen belegt, lediglich 40 Prozent aller Studierenden schafften das stramme Pensum ihres Studiums in der Regel-Studienzeit. Die Übrigen benötigten halt etwas länger. Die Gründe dafür sind sehr verschieden.
Die große Runde der Pädagogen aus allen Teilen des Kreisgebietes schien deutlich erfreut, hier im Senatssaal – voll bis auf den letzten Platz – dabei zu sein. 4.000 Studierende zähle die Hochschule derzeit, 26 Prozent davon kämen aus weltweit 93 Ländern. Von den 1.907 Erstsemestern im Wintersemester 2012/2013 seien 1.551 deutscher, 356 internationaler Herkunft. Mit dem Start ins jüngste Wintersemester habe man den größten Zuwachs von 2012 auf 2013 aller nordrhein-westfälischen Hochschulen überhaupt verbucht, so Prof. Dr. Klotz zufrieden.

Fast drei Millionen Euro hat die Hochschule Rhein-Waal im letzten Abrechnungszeitraum an Drittmitteln für Forschungszwecke eingeworben. Viel Lob erntete an dieser Stelle der Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V., der nicht nur mit Veranstaltungen wie „Studierende treffen Wirtschaft“ die Nähe zwischen der Hochschule, der niederrheinischen Unternehmerschaft und den Bachelor-Absolventen zu intensivieren versuche. Besonders bemerkenswert: Der gemeinsame Nachmittag der Pädagogen an der Hochschule Rhein-Waal wird auch dazu führen, dass einige der 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer künftig die Hochschulbibliothek und deren Fernleihe nutzen werden. Mehr noch: Der Förderverein Campus Cleve hat sich zum Ausklang der Veranstaltung bereit erklärt, diese Möglichkeit auch den diesmal nicht Anwesenden aus dem Kreisgebiet über deren Schulleitungen näher zu bringen, und zwar noch vor den Sommerferien.
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