Projekt Lampenfieber: Sprache fördern, Integration unterstützten

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Tauchten in die Welt des Mittelalters ein: Kinder, die im Theater im Fluss zu Schauspielern wurden. (Foto: Heinz Holzbach)
Kann das wohl Spaß machen? Lernen in den Ferien? Unmöglich scheint das nicht zu sein - zumindest nicht für die Kinder, die am Freitag auf der Bühne von Theater im Fluss standen.

Der kleine Ritter Trenk wurde für die Kinder zum Vorbild. Kirsten Boie hat das gleichnamige Buch geschrieben - die Kinder taten es ihr gleich und erzählten ihre ganz eigenen Geschichten. Auf der Bühne ging es Freitag Mittag trotz der tropischen Temperaturen lustig zu. Wahrsager und Bauern, Marktfrauen und natürlich Ritter Trenk hatten eine Menge mittelalterlicher Geschichten zu erzählen.

Eltern und Großeltern saßen im Zuschauerraum von Theater im Fluss, staunten nicht schlecht über das, was die Kinder in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten. Caritas und die Universität Duisburg - Essen hatten das Sprachförderprogramm gemeinsam in Angriff genommen. Die Leitung hatten Prof. Anstasia Muraitis und Prof. Heike Roll. Studenten, Theater-im-Fluss und die Caritas waren aktiv in die Arbeit eingebunden. „Drei Studenten haben hier in Kleve mitgearbeitet“, informiere Stefan Schraven“, Caritas. Mit dem Projekt „Lampenfieber“ sollte einerseits die Sprachfähigkeit, andererseits die Integration der Kinder auf eine breitere Basis gestellt werden. „Das Theaterstück am Freitag war Ergebnis und Endpunkt“, so Schraven.
Ein spannendes Thema hatten sich die Projektleiter ausgesucht: Das Leben im Mittelalter wurde von vielen Seiten her beleuchtet. Morgens standen Sprachspiele auf dem Programm. Wie das Leben im Mittelalter in der Stadt Kleve ausgesehen haben könnte, erfuhren die Kinder bei Ausflügen. Geschrieben, gemalt und gebastelt wurde nachmittags. „Die Kinder haben das Bühnenbild zum Beispiel gemalt.“ Für alle Theaterzuschauer gab‘s vor Beginn der „Ritter-Trenk“ Vorstellung ein selbst gestaltetes Heft. Jedes Kind war mit seiner Mittelalter-Geschichte vertreten.

Vor dem großen Auftritt war die Aufregung verständlicherweise groß. Doch einmal auf der Bühne zeigten die Zweit- bis Viertklässler - alle Schüler besuchen die Christus-König-Grundschule - was in ihnen steckt. Der Kleine Ritter Trenk erlebte viele Abenteuer auf seiner Reise durchs Mittelalter. Wahrsagerinnen und Gaukler, Seiltänzerinnen und Marktfrauen, Geldeintreiber und Schweinehirten - das bunte Szenario gab den Blick frei aufs Leben früherer Zeiten. AnH
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