Sprachbegabt: Johanna Koen. Sie beglegte beim bundesdeutschen Sprachenwettbewerb den 2. Platz

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Johanna Koen, diesjährige Abiturientin vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, hat den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen auf Bundesebene belegt. (Foto: Freiherr von Stein Gymnasium)
 
Die Siegerehrung in Magdeburg (Foto: Freiherr von Stein Gymnasium)

Kleve. Johanna Koen, diesjährige Abiturientin vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, hat den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen auf Bundesebene belegt und 500 Euro gewonnen. Wie auf der Siegerehrung in Magdeburg betont wurde, gehört sie damit zu den Besten der sprachbegabtesten Schüler Deutschlands.

Johanna hat damit geschafft, was bisher noch keinem Klever Schüler gelungen ist. Nicht nur, dass sie perfekt Englisch und Niederländisch spricht, sie bekam auch Punkte für ihr Französisch und - besonders hervorzuheben - Japanisch.

Beim Wettbewerb ging es vor allem um Aussprache, Wortschatz, Ausdruck oder Grammatik in den Fremdsprachen, aber auch um kommunikative Fähigkeiten, Arbeit im Team, politisches, kulturelles und allgemeines Wissen und dessen Anwendung. Johanna konnte in allen Bereichen überzeugen und ließ die Konkurrenz hinter sich. Die Spannung bei der Siegerehrung wuchs, als zunächst vierte und dritte Plätze geehrt wurden. Johanna war nicht dabei, aber den zweiten Platz belegte dann sie. In ganz Deutschland gab es nur zwei Schüler, die noch besser waren als sie.

Überreicht bekam die ehemalige Stein-Schülerin den Preis im prachtvollen Gesellschaftshaus Magdeburg von Dr. Stefan Luther vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Karin Greve aus dem Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt und Dr. Guy Tourlemain von der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Bevor die Leistungen der Finalisten des Wettbewerbs bekanntgegeben wurden, fand ein Podiumsgespräch unter den genannten Förderern, einer weiteren Teilnehmerin und Robert Just, dem Vorsitzenden der Bundesjury statt, u.a. über die Frage, ob begabte Schüler überhaupt gefördert werden sollten. Alle waren sich einig: „Begabte verdienen es, gefördert zu werden!“.

Auch Johanna hat der Austausch mit den Gleichgesinnten gefallen und weiter gebracht. Alle Finalisten wurden für drei Tage nach Magdeburg eingeladen und stellten sich dort verschiedenen Herausforderungen. Zu den Wettbewerbsaufgaben zählten mündliche Einzel- und Gruppenprüfungen aber auch das Erstellen eines Filmes. Der Film von Johannas Gruppe zum Thema „Magdeburg - gestern, heute, morgen“, eine Art Krimi, war so gelungen, dass er bei der Siegerehrung dem Publikum vorgeführt wurde und großen Beifall bekam.

Wer von den Teilnehmern abends noch nicht genug hatte (und das waren fast alle), konnte noch den TOEFL-Test absolvieren, einen Sprachnachweis, den amerikanische Universitäten in der Regel von ihren ausländischen Studenten verlangen, und den die begabten Wettbewerbsteilnehmer ohne Vorbereitung mit Bravour bestanden.

Oberstudienrätin Tamara Kutscher, die den Wettbewerb am Stein-Gymnasium koordiniert und Johanna zur Teilnahme ermuntert hatte, ist überzeugt, dass es an ihrer Schule weitere begabte und motivierte Schüler gibt. „Um sie angemessen zu fördern. brauchen diese Schüler gelegentlich Angebote bzw. Anreize, die über das normale Maß hinaus gehen sowie den Vergleich oder Austausch mit anderen begabten Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg. Das ist Teil unseres Programms zur individuellen Förderung.”

Den Bundeswettbewerb Fremdsprachen gibt es seit 1979. Dieses Jahr nahmen ca. 900 Schüler aus allen Bundesländern teil. In zwei Runden qualifizierte sich Johanna Koen für das Finale. Der Wettbewerb begann bereits im Herbst 2015 mit dem Einreichen zweier mündlicher Beiträge. Es musste zu Bildern frei gesprochen werden. Danach waren noch 200 Schüler “im Rennen”. Im Januar schrieb die Kleverin Wettbewerbs-Klausuren, wie beim Wettbewerb üblich ohne zweisprachige Wörterbücher. Auch diese Hürde nahm Johanna und gehörte plötzlich zu den 45 Finalisten aus allen Bundesländern und von deutschen Schulen im Ausland.
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