Vier Fragen an .... heute: Sonja Northing, Bürgermeisterin der Kreisstadt Kleve

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Bürgermeisterin Sonja Northing - Kreisstadt Kleve - mit Dexter (Foto: von Frau Northing erhalten)
Kleve: Stadt Kleve | Ich treffe mich immer wieder gern mit Frau Northing und natürlich auch mit Dexter, ihrem treuen und liebevollen Hund. Unsere Treffen bewerte ich immer als informativ, interessant und last but not least als kurzweilig und humorvoll.
Frau Northing ist seit Herbst 2015 parteilose Bürgermeisterin der Kreisstadt Kleve. Auch sie war gerne bereit, meine Fragen zu beantworten.


1. Liebe Frau Northing, Kleve wird von vielen Menschen auch wegen der Lage, der Natur und der Kultur geschätzt. Werden diese städtischen Tugenden auch kurz- und mittelfristig gepflegt?

Die Kultur ist ein fester Bestandteil in der Stadt Kleve. Die Stadt Kleve organisiert die Theaterreihe für Kinder und Erwachsene, die Konzertreihe und die Forstgartenkonzerte. Dies sind alles wichtige Angebote, die immer auf Aktualität überprüft werden. Der Fachbereich Kultur steht im regelmäßigen Austausch mit der freien Kulturszene und unterstützt finanziell und ideell andere Anbieter.
Das kulturelle Angebot in Kleve ist sehr breit gefächert - Ausstellungen, Kleinkunst, Comedy, Theater, Musikveranstaltungen und vieles mehr runden das Angebot ab. Auch die Hochschule Rhein-Waal trägt zur Kultur der Stadt Kleve bei.
Nicht zu vergessen das Angebot des Stadtarchivs, der Bücherei und der Volkshochschule.

Für die Pflege und Unterhaltung der Park- und Gartenanlagen sowie Grünflächen mit mehr als 60 Hektar Fläche und 16.000 Bäumen sowie Pflanzflächen, Wegen und Inventar werden jährlich rund 1,6 Mio. € aufgewendet. Zudem werden bis zu 100.000 € investiert. Trotz notwendiger Konsolidierungsmaßnahmen ist es gelungen, den Pflegestandard zu halten und den Klever Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern ein grünes, gepflegtes Kleve zu präsentieren.



2. Wirtschaftsstandort Kleve - sehen Sie die realen Möglichkeiten weiterer Ansiedlung von Unternehmen, Mittelstand und Gewerbe in der Kreisstadt?

Die Stadt Kleve bietet Platz und Raum für unternehmerisches Wachstum, das Voraussetzung für die Erhaltung und Schaffung von sicheren und zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen ist. Dabei ist die Betreuung und Begleitung von umsiedlungswilligen Klever Unternehmen ebenso wichtig wie die Ansiedlung neuer Unternehmen. Die hohe Nachfrage nach städtischen Gewerbeflächen - die zudem im Vergleich zu anderen Standorten kostengünstig sind - ist nach wie vor vorhanden, sowohl von lokalen als auch externen kleinen und mittelständischen Unternehmen.


3. Die Finanzsituation der Kreisstadt Kleve kann man als gefestigt und zukunftssicher bezeichnen. Wo gibt es in diesem Bereich noch Schieflagen, die es zu richten gilt?

Auf Grund der derzeitigen guten Konjunktur partizipiert auch die Stadt Kleve von derzeit guten Steuereinnahmen sowie hohen Schlüsselzuweisungen des Landes aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz. In Teilbereichen wird jedoch immer noch das Konnexitätsprinzip durchbrochen. Das heißt, dass Kosten bei der Kommune belassen werden ohne dass diese in auskömmlicher Form vom Bund oder Land erstattet werden, obwohl die Kosten durch Entscheidungen auf Bundes- bzw. Landesebene getroffen wurden. Ein Beispiel hierfür ist immer noch die unzureichende Finanzausstattung der Kommunen für den Bereich der Flüchtlinge.
Weiter hat die Stadt Kleve sich auch trotz der derzeitigen guten Konjunktur einen Konsolidierungskurs auferlegt. Dieser wird in Absprache mit den politischen Fraktionen sukzessive umgesetzt. Hierbei soll es allerdings nicht darum gehen gute Strukturen durch Einsparungen zu erschlagen sondern vielmehr in Teilbereichen noch bessere Strukturen zu schaffen um kostenbewusster und trotzdem besser handeln zu können.



4. Das Amt, der Job einer Bürgermeisterin ist mit viel Stress verbunden - würden Sie heute nochmal den Schritt tun, sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen?

Ja, auf jeden Fall.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Frau Northing, selbstverständlich auch im Namen der Leserinnen und Leser und wünsche Ihr Erfolg, viel Kraft für die Bewältigung Ihrer Aufgaben und für das Erreichen Ihrer Ziele und beste Gesundheit.
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 15.05.2018 | 14:42  
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