Willibrord Kirche: Heute wird der Altar aufgestellt

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Kleve: St.-Willibrord-Kirche |

Die seit August 2015 dauernde liturgische Umgestaltung der St. Willibrord-Kirche in Kellen neigt sich dem Ende zu.

Schließlich steht am heutigen Mittwoch (12. Oktober 2016) schon ein wichter offizieller Termin an: Um 18 Uhr wird der Altar aufgestellt. Die Gemeinde ist zur Auflegung der Mensa (Altarplatte) herzlich eingeladen. Der Altar – wie auch Ambo und Vorstehersitz – wurde aus dem vorhandenen Altar gewonnen und durch Materialergänzung in die neue Form gebracht.
„Ganz gewiss ist dies ein besonderer Moment bei der Fertigstellung des veränderten gottesdienstlichen Raumes, denn der Altar, der nunmehr inmitten der Gemeinde steht, bezeichnet Jesus Christus, den lebendigen Stein (1 Petrus 2,4) sichtbar und dauerhaft.“, so der leitende Pfarrer Stefan Notz.
Das Auflegen der Altarmensa wird mit Gebet und Gesang begleitet. Erläuterungen zur Gestaltungsweise der sogenannten liturgischen Orte sollen das Geschehen begleiten oder ergänzen. "Der ausführende Steinmetz wird die Gläubigen aktiv in den Vorgang der Auflegung der Mensa einbeziehen," teilt die Pfarrgemeinde mit.
Jürgen Bleisteiner hat im Kellener Kirchenkalender 2015 sehr anschaulich die Beweggründe für den Umbau der Pfarrkirche beschrieben: "Ausgehend von der wachsenden Erkenntnis, dass in den letzten 85 Jahren sich vieles im kirchlichen Leben verändert hat – abnehmende Zahl der Gottesdienstbesucher, veränderte liturgische Formen des gottesdienstlichen Gemeinschaftserfahrens – , hat die damalige Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit nach eingehender Diskussion den Entschluss gefasst, zusammen mit den im Kirchenbau erfahrenen Architekten Prof. Hannes Herrmanns und Susanne Klösges Pläne zum Um- und Anbau zu entwickeln, ohne dabei den Grundcharakter der Hallenkirche außen oder innen anzugreifen.
Hannes Herrmanns und Susanne Klösges ist es dann überzeugend gelungen, das Neue mit dem Alten zu verbinden, unter Beibehaltung des Hallencharakters der Kirche und ihrer historischen Identität das Neue – nämlich eine circumstante (Gläubige versammeln sich um den Altar) ebenerdige Anordnung des Altars – fast in der Mitte des Kirchenraums zu platzieren, dort, wo im Doppelkreuz-Grundriss die beiden Kreuze ineinander übergehen. Der erhöhte Chorraum wird bleiben. Er behält auch seinen Bodenbelag. Mit den wechselnden Wandbehängen bleibt auch die ursprüngliche Liturgie des christozentrischen Konzepts sichtbar und nachvollziehbar. (...) Der Altar mit Ambo und Sedilien (Sitze für liturgische Dienste) rückt buchstäblich in die Mitte. Bankreihen links und rechts sowie in den Raum hinein rücken die Gläubigen auf einer Ebene an den Altar heran und den Priester in deren Mitte. „Wie in der urchristlichen Gemeinde“, ist man versucht zu sagen (...)"
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