Wirtschaftsjunioren aus dem Kreis Kleve staunten nicht schlecht

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Die Wirtschaftsjunioren des Kreises Kleve machten sich ihr eigenes Bild: Sie besuchten die in Emmerich ansässige Firma Johnson Matthey Chemicals GmbH. Hier werden auch Katalysatoren, die vor allem zur Hydrierung von Fettsäuren eingesetzt werden, hergestellt. (Foto: Wirtschaftsjunioren)

Kleverland. Überquert man die Rheinbrücke in Richtung Emmerich, sind die rechterhand liegenden Chemiewerke ein fester Bestandteil der Silhouette. Welche Produkte aber dort hergestellt werden und wie wichtig sie sind, damit wir Alltagsprodukte überhaupt nutzen können, erfuhren die Wirtschaftsjunioren im Kreis Kleve bei einer Betriebsbesichtigung im Emmericher Werk der Johnson Matthey Chemicals GmbH.

Geschäftsführer Jens Niermann und Produktions-Assistent Sascha Artz gaben den Jungunternehmern einen Einblick in die Geschichte des Standorts und des britischen Mutterkonzerns. Beim dem Wort „Katalysator“ und Johnson Matthey an Autoabgaskatalysatoren zu denken, sei grundsätzlich nicht falsch, so Niermann, da JM auch ein weltweit führender Hersteller von Autokatalysatoren sei.

Die in Emmerich gefertigten Produkte hätten jedoch völlig andere Einsatzgebiete. In drei Produktionsanlagen erstellen die 91 Beschäftigten jährlich mehrere Tausend Tonnen an Katalysatoren, die vor allem zur Hydrierung von Fettsäuren eingesetzt werden. Dadurch wird die Herstellung etwa von Margarine, Körperpflegeprodukten und Reinigungsmitteln überhaupt erst möglich. Hier hält JM einen globalen führenden Marktanteil. Das stark exportorientierte Unternehmen hat mit dem Hafen und der Bahnanbindung einen perfekten Standort gefunden.

Beim Rundgang durch das Werk konnten sich die Wirtschaftsjunioren von den modernen Produktionsanlagen ebenso überzeugen, wie vom ausgefeilten Sicherheitskonzept der Anlage. Bereits in den vergangenen Jahren hat das Unternehmen kräftig in die Versorgungsinfrastruktur investiert, da aufgrund der wachsenden Produktionsmengen eine Mitnutzung der Infrastruktur der benachbarten KLK nicht mehr möglich war. In den kommenden zwei Jahren wird ein nächster großer Schritt getan: 25 Millionen fließen in den Bau einer neuen „Mehrzweck“-Anlage, die dann die Fertigung von maßgeschneiderten Produkten möglich macht. Diese Investition schafft zusätzliche Arbeitsplätze und ist ein Bekenntnis zum Industriestandort Emmerich.

Juniorenvorstand Robert Gorthmanns dankte Jens Niermann und Sascha Artz für die gewonnenen Einblicke und - mit einem Augenzwinkern - den damit verbundenen, sehr kurzweiligen Chemiegrundkurs. Dem Unternehmen wünschte er für seine anstehende Expansion viel Erfolg und gutes Gelingen.
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