Zum Jubiläum von Schwester Cäcilia wurde die Kapelle der Franziskusschwestern entweiht

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Nach dem Gottesdienst gratulierte Weihbischof Wilfried Theising der Jubilarin Schwester Cäcilia. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

(pbm/cb). Einen Vormittag voller Emotionen erlebten die Gottesdienstbesucher am 15. Januar in der Kapelle des Mutterhauses der Franziskusschwestern an der Spyckstraße in Kleve.

In seiner letzten offiziellen Messe als Weihbischof am Niederrhein feierte Wilfried Theising mit Schwester Cäcilia das 60-jähriges Jubiläum der Ordensfrau. Sie habe, sagte der Weihbischof, ihr ganzes Leben lang am Niederrhein gedient und gewirkt. Mit Blick auf die Krippe, die im Altarraum aufgebaut war, erklärte er in der Predigt: „Die Tradition geht auf den Heiligen Franziskus zurück, sie hat sich tief in die Kirche eingeschrieben. Wenn wir diesen armseligen kleinen Jungen in der Krippe sehen, dann haben wir den Impuls, uns für die Armen und Schwachen einzusetzen.“ Diesen Impuls der Nächstenliebe hätten die Franziskus-Schwestern aufgegriffen, um im Sinne des Heiligen Franziskus den Menschen an Leib und Seele beizustehen.
Schwester Cäcilia hat in ihrer Zeit am Niederrhein unter anderem im damaligen Kinderheim in Schneppenbaum gearbeitet, im Xantener Elisabethhaus und im Mutterhaus der Franziskanerinnen an der Spyckstraße. Sowohl um Kinder als auch um alte Menschen habe sie sich gekümmert, betonte der Weihbischof, „denn menschliche Nöte sind nicht auf ein Lebensalter beschränkt.“ Sie habe vor 60 Jahren das Versprechen gegeben, ihr Leben für Christus und die Menschen zu geben. „Das diamantene Jubiläum ist ein wichtiger Punkt, aber es ist nicht das Ende, Sie gehen weiter“, sprach er Schwester Cäcilia an.
Der Blick in die Zukunft, sei auch deshalb wichtig, weil der Gottesdienst zum Jubiläum zugleich auch der letzte Gottesdienst in der Kapelle sei. Das Gotteshaus weicht einem modernen Neubau des angrenzenden Seniorenheimes, am Ende der Messe las Weihbischof Theising ein Dekret von Bischof Dr. Felix Genn zur Profanierung der Kapelle vor, die damit entweiht wurde. „Das ist ein schmerzlicher Tag“, sagte Theising, „und kein Grund zur Freude.“ Er erinnerte an die Zeiten, als bis zu 70 Franziskus-Schwestern im Klever Mutterhaus lebten und die Kapelle nutzten. Heute sind es nur noch zwei Schwestern, die Kapelle wurde zuletzt noch von ihnen sowie Bewohnern und Nachbarn genutzt. „Es ist eigentlich eine Zumutung für Schwester Cäcilia, an ihrem Jubiläum die Kapelle zu profanieren“, erklärte Theising, „aber wir schauen gemeinsam nach vorne. Das neue Haus wird gebaut für alte Menschen, denen wir Unterstützung geben wollen. Es fängt bald eine neue Zeit des Aufbauens an.“
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