Waldpark AG: Aufräum- und Pflanzaktion mit 100 Schülern der Klassen 7

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(Foto: Mike Browne)
 
(Foto: Mike Browne)
In Absprache mit dem Forst startete der Schulprojekttag im Waldpark Neuer Tiergarten bei herrlichem Sonnenschein.

Von allen Himmelrichtungen zusammenströmend füllte sich der Bolzplatz an der Waldstraße/Grenzallee mit vielen gut gestimmten Jugendlichen und Lehrpersonen der Karl-Kisters-Realschule. Mülltüten, Infoplakate, Gerätschaften und viele Taschen zeigten eine nicht alltägliche Wald-Aktion an.
Von der WaldparkAG Neuer Tiergarten begrüßte Gerlinde Lensing, Horst Terfehr und Mike Browne auch im Namen des Forstes die jugendlichen Helfer.

In fünf Gruppen ging es ans Werk: Müll sammeln vom Hirschpfuhl bzw. von der Gruftstraße bis zum Spielplatz. Vergrünte Parkbänke und Schilder bekamen Pflegeeinheiten. Weitere Aufgaben: Todholz auf wenigen Sammelpunkten ablegen, wuchernde Brombeerranken entfernen und dafür Schneeglöckchenzwiebeln und Narzissen in den Boden setzen, damit sie die Besucher des Waldparks schon im nächsten Jahr erfreuen. Mit selbst gefertigten Haselstöcken entstanden schnell kleine Pflanzlöcher für die Zwiebeln der Frühjahrsblüher im weichen Waldboden.

Der Mühlenberg und das Areal rund um den Bolzplatz profitieren sehr sichtbar von dem engagierten Schülereinsatz im Waldpark Neuer Tiergarten. Mike Browne hat fotografisch die interessanten Fazetten des Schulprojekttages 2013 im Bild dokumentiert. Der gezielte Abstecher auf den Sternberg, den Springenberg mit dem Kupfernen Knopf und sogar noch zum Butterberg mit den schönen Aussichten in die Niederung rundeten den Projekttag ab. Mit Samen von Königskerze und Fingerhut konnten ganz nebenbei einige Waldsäume verschönert und vom Müll befreit werden.

Bald wird es dort Blühendes zu bestaunen geben. Horst Terfehr zeigte den Schülern mit Karte und Kompass die Richtungsbestimmung der Sichtachsen des Sternberges. Ebenso wurde vom Kupfernen Knopf aus die Himmelsrichtung des Moritzkanals und die Kirche Hoch-Elten bestimmt.

Der Klever Berg, der Sternberg, der Mühlenberg, der Butterberg und der Spielberg sind wahrscheinlich vorgeschichtliche Hügel, die Johann Moritz künstlich erhöhte und zu markanten Punkten seiner im 17. Jahrhundert in Kleve gestalteten Gartenkunst machte – daher Waldpark Neuer Tiergarten – mit vielen Alleen, Sichtachsen, points de vue und Aussichtspunkten. Die Grünanlagen beiderseits der Stadt Kleve sind ehemals kurfürstliche Parkanlagen.Kleve war Residenzstadt von Brandenburg-Preußen-Berlin. „Die Parkanlagen in Kleve sind denkmalwert, weil sie eine hohe künstlerische und städtebauliche Bedeutung für die Stadt Kleve und die Gemeinde Bedburg-Hau besitzen“ so die Denkmalpflege LVR. Sie sind von hohem Zeugniswert der geschichtlichen Vergangenheit für die Bürger unserer Stadt und Region – unserer Heimat!

Dass Naturpflege gleichzeitig Kulturpflege bedeutet haben die meisten Schüler vom heutigen Schulprojekttag mitgenommen – ganz im Sinne des heimatverbundenen Namensgebers der Karl-Kisters-Realschule. Herzlich gedankt sei dem umsichtigen Lehrerteam, angeführt durch Gudrun Müllejans, Eva Verhaelen, Petra Siegels-Hübenthal, Maria Cash, Sabine Bötcher, Ezard Meyer-Seelen und Doninik Hußmann.


Die WaldparkAG im Klevischen Verein freut sich mit dem Forst Kleve und dem Heimatverein Cellina Kellen (Pate für den Mühlenberg) über das Engagement der Karl-Kisters-Realschule zum Erhalt des Klever Waldparks – ein Europäisches Gartendenkmal mit Zukunft!
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