Arbeitnehmer wollen Rente, von der man leben kann

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Antonia Kühn vom DGB Landesbezirk (Foto: DGB NRW)
Kleve: Haus Riswick |

Antonia Kühn vom NRW DGB mahnte stabiles Rentenniveau an

Kleve, 02.05.2017
um alljährlichen Arbeitnehmerempfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Kreis Kleve aus Anlass des 1. Mai versammelten sich auch in diesem Jahr wieder an die 100 Gewerkschafter/innen im Haus Riswick. Eröffnet wurde der Abend durch die Rede des DGB Kreisvorsitzenden Rolf Wennekers, der die unklaren Verhältnisse anprangerte, in der die Mitarbeiter/innen von Unilever rund um die Klever Produktionsstandorte gelassen werden: „Der grenzenlosen Profitgier internationaler Konzerne wird viel zu oft das Bedürfnis nach einem sicheren Planungshorizont der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer untergeordnet.“

Die Bürgermeisterin der Stadt Kleve Sonja Northing, die Präsidentin der Hochschule Rhein -Waal Dr. Heide Naderer und der Präsident des Interregionalen Gewerkschaftsrates Wilco Veldhorst sprachen Grußworte. Besonders berührend war in diesem Zusammenhang das Plädoyer des Niederländers Wilco Veldhorst für die Idee des vereinigten Europas. Die Erinnerung an die Schrecken der Vergangenheit und die eigentlich unfassbare Geschichte von über 70 Jahren Frieden auf dem Kontinent nahmen einen großen Platz in seiner Rede ein. „Was diejenigen, die nur von den monetären Kosten der Europäischen Union sprechen, immer vergessen, ist die Zahl der Millionen Toten, die allein in den letzten zwei Weltkriegen dem Krieg der Völker Europas gegeneinander zum Opfer fielen.“, so Veldhorst.

Der Höhepunkt des Abends war die Rede Antonia Kühns vom DGB Landesbezirk NRW. Sie erinnerte vor allen Dingen an die Erfolge, die der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in den letzten Jahren erstritten haben. Neben der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, der Abschaffung der Studiengebühren und dem Tariftreue- und Vergabegesetzes, der Einführung eines beitragsfreuen Kita-Jahres ist es in Nordrhein-Westfalen gelungen, 250.000 sozialversicherungspflichtige Stellen zu schaffen. „Im Gegensatz zu anderen Interessensgruppen ist es dem DGB wichtig, nicht lediglich die Zahl des Bruttoinlandproduktes nach oben zu bringen, sondern durch die Schaffung von Arbeitsplätzen sicherzustellen, dass das Wachstum auch bei den Menschen ankommt“, erklärte Kühn. Es gäbe allerdings immer noch genug zu tun für die Kolleginnen und Kollegen. In Vorfeld der Bundestagswahl werde der DGB das Thema Rente in den Mittelpunkt stellen. Das zentrale Versprechen des Sozialstaates müsse ganz klar sein: „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf nicht bei Renteneintritt in die Grundsicherung fallen. Deshalb muss das Rentenniveau dauerhaft bei 51% liegen.“ Dafür lohne es sich gemeinsam zu streiten.

Für die musikalische Untermalung sorgte die Klever Truppe um Pascal Walterfang.

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein
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2 Kommentare
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Willi Heuvens aus Kalkar | 03.05.2017 | 10:05  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 05.05.2017 | 21:09  
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