Aufruf von Gegenwind: "Reichen Sie jetzt Ihre Stellungnahme ein"

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Bis zum 7. Oktober liegt der überarbeitete Entwurf für den Regionalplan Düsseldorf (RPD) zur Einsichtnahme aus. In diesem Plan werden unter anderem Zonen für Windenergie ausgewiesen. Mehrere dieser sogenannten Konzentrationszonen liegen im Reichswald und rings umher. Insgesamt betroffen sind etwa 560 ha im Wald, ca. zehn Prozent der gesamten Waldfläche. Eine definitive Festschreibung dieser Zonen, und in der Folge der Bau von Windparks, hat weitreichende negative Folgen für u. a. Natur, Wirtschaft und Lebensqualität. Um das zu verhindern, ruft die Bürgerinitiative „Gegenwind im Reichswald” alle Bürger dazu auf, eine Stellungnahme dagegen einzureichen.

Jeroen Boot, Schriftführer der Bürgerinitiative, zur Bedeutung des Vorgangs: “Sobald die Planungen im RPD definitiv festgelegt sind, behalten sie ihre Gültigkeit für die nächsten 15 Jahre. Ein langer Zeitraum. Während dieser Zeit können Gemeinden wie Kranenburg auf der Grundlage des RPD ihre Flächennutzungspläne im Hinblick auf die Errichtung von Windparks erstellen, und zwar auf Grundlage der Festlegung dieser übergeordneten Behörde. Im gegenteiligen Falle gilt natürlich auch: Wenn die Zonen aus dem RPD gestrichen werden, bietet sich den Gemeinden ein erheblich kleinerer rechtlicher Rahmen für Genehmigungen.

Zur Streichung dieser Zonen aus dem RPD, können Bürger und Intitutionen eine Stellungnahme bei der Bezirksregierung Düssedorf einreichen (auch per E-Mail). Abgabeschluss ist der 7. Oktober. Die BI bietet Unterstützung für das Formulieren von Stellungnahmen an. Jeroen Boot: „In letzter Zeit erhalten wir viele Anfragen, bezüglich Form und Inhalt einer Stellungnahme. Deshalb stellen wir auf unserer Website (www.gegenwindreichswald.eu) Informationen, Links und Beispiele dafür ein. Man kann sie downloaden und nach eigenen Vorstellungen abwandeln. Wichtig ist, dass eine Stellungnahme die größte Wirkung erzielt, wenn sie weitestgehend in eigenen Worten abgefasst ist.“

Inzwischen hat ein weiteres Verfahren begonnen: Der Bauantrag für den Windpark Kranenburg wurde eingereicht. Die Kreisverwaltung Kleve hat den Bauantrag nebst zugehörigen Untersuchungsergebnissen bis 5. Oktober zur Einsichtnahme ausgelegt: http://unterlagen.kreiskleve.de1.cc/abowind/

Jeroen Boot erklärt: „Dabei geht es nicht um den RPD sondern um den „Windpark Kranenburg“. Das ist natürlich auch eine wichtige Phase des ganzen Prozesses. Die Kreisverwaltung Kleve wird auf Grundlage der Antragsunterlagen und eingereichter Stellungnahmen einen Beschluss fassen. Wie beim RPD werden wir in Kürze Informationen und Empfehlungen geben, wie auch in diesem Verfahren jedermann seine Vorbehalte dagegen vortragen kann. Stellungnahmen zum Bauantrag können bis einschließlich 19. Oktober eingereicht werden.”
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