„Der persönliche Kontakt zum Unternehmer ist entscheidend für den Erfolg des Projektes“

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Stellten das neue 50fit-Projektmarketing für den Kreis Kleve und den Kreis Viersen vor (v.li.n.re.): Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, Klaus Verburg, Projektmarketingbeauftragter beim Theodor-Brauer-Haus Kleve e.V., Elmar Korn, Projektmarketingbeauftragter bei der Gesellschaft zur Förderung der Beschäftigung Viersen gGmbH, und Burkhard Maaßen, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen
Kleve: Kreis Kleve |

Zur gezielten Ansprache von Arbeitgebern wurde im Rahmen des Projekts „50fit – der arbeitspakt für silberfüchse“ durch die Paktpartner Jobcenter Kreis Kleve und Jobcenter Kreis Viersen ein Projektmarketing eingerichtet.

Seit gut sechs Jahren engagieren sich die Paktpartner im Interesse der Vermittlung von Über-50-Jährigen in den ersten Arbeitsmarkt. Und seit gut einem Jahr informieren so genannte „Projektmarketingbeauftragte“ gezielt die Unternehmer der Region über das Projekt. Auf Jobbörsen, bei Unternehmerabenden und in Einzelgesprächen veranschaulichen sie die Chancen und Vorteile, die das Projekt für die Arbeitgeber mit sich bringt. Damit sind die Marketingbeauftragten auch „Türöffner“ für die Jobcoaches der Träger, die dann für die konkrete Vermittlungsarbeit zuständig sind. „Ideal wäre, wenn künftig der gut informierte Arbeitgeber bei ‚seinem‘ Projektmarketingbeauftragten anruft, wenn er in seinem Betrieb einen Personalbedarf sieht“, blickt Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, in die Zukunft. „Der persönliche Kontakt zum Unternehmer ist entscheidend für den Erfolg des Projektes“, ergänzt Burkard Maaßen, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen.


Projektmarketingbeauftragte als „Brückenbauer“

Das Projekt „50fit – der arbeitspakt für silberfüchse“ wird seit vielen Jahren im Kreis Kleve verfolgt. Seit dem Jahr 2007 arbeitet der Kreis Kleve in Paktpartnerschaft mit dem Jobcenter Kreis Viersen zusammen. Die Jobcoaches der lokalen Beschäftigungsträger, dem Theodor-Brauer-Haus e.V. in Kleve und der Gesellschaft zur Förderung der Beschäftigung Kreis Viersen gGmbH, sind für die konkrete Vermittlungsarbeit und Stellenakquise zuständig. Zur individuellen Betreuung der Arbeitgeber und damit sozusagen als „Brückenbauer“ zu den Jobcoaches wurden für die beiden Kreisgebiete zwei Projektmarketingsbeauftragte bestimmt, und zwar Klaus Verburg beim Theodor-Brauer-Haus e.V. und Elmar Korn bei der Gesellschaft zur Förderung der Beschäftigung Kreis Viersen gGmbH.

Intensive Betreuung auch nach der Einstellung des Bewerbers

Die Projektmarketingbeauftragten definieren im Gespräch mit dem Arbeitgeber vor Ort den Personalbedarf und liefern eine passgenaue Bewerberauswahl. Die Kunden können dann entsprechend den Anforderungen des Arbeitgebers qualifiziert werden und bei Bedarf auch eine Mobilitätsförderung erhalten. „Weiterhin sind auch Praktika denkbar“, betont Klaus Verburg, der als langjähriger Mitarbeiter des Trägers mit dem Projekt vertraut ist. Wichtig ist den Marketingbeauftragten, dass sowohl der Unternehmer als auch der Kunde nach der Einstellung sechs Monate lang betreut und unterstützt werden. „Wir verlieren den Arbeitgeber nicht aus dem Blick, denn nur gemeinsam mit dem Unternehmer kann eine erfolgreiche Re-Integration gelingen“, so Elmar Korn.

Demografischer Wandel

Klaus Verburg legte in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 10.000 Kilometer Wegstrecke zurück, um Entscheider zu informieren. Er sprach mit mehr als 700 Unternehmern aus dem Kreis Kleve und aus den niederländischen Provinzen Noord-Limburg und Gelderland. „Aufgrund der Grenzlage spielen für den Kreis Kleve auch niederländische Unternehmer eine große Rolle“, betont Landrat Wolfgang Spreen. Der demografische Wandel und der bereits jetzt erkennbare Fachkräftemangel führte in den vergangenen Jahren auch bei den Arbeitgebern zu der Erkenntnis, dass zur langfristigen Sicherung des eigenen Personalbedarfs auch die Einstellung älterer Mitarbeiter ein Gebot der Stunde ist. „Wir erkennen, dass hier ein Umdenken stattfindet und wir das eine oder andere Vorurteil im persönlichen Gespräch entkräften können“, so Burkhard Maaßen. Damit und mit der Vielzahl der Arbeitgeberkontakte wurden die erwarteten Ziele des Projektes weit übertroffen.
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4 Kommentare
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Peter Groehl aus Kleve | 21.06.2013 | 19:39  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 22.06.2013 | 12:38  
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Peter Groehl aus Kleve | 22.06.2013 | 19:22  
18.049
Willi Heuvens aus Kalkar | 23.06.2013 | 10:15  
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