"Die Hoffnung stirbt zuletzt"

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Die 15. Expo Real in München: Landrat Wolfgang Spreen, die Bürgermeister (v.r.n.l.) Johannes Diks, Gerhard Fonck, Theodor Brauer sowie Ulrich Schnake, Geschäftsführer der Stadtwerke Emmerich GmbH. Die Kreis-WfG präsentierte 23 Projekte über Schriftzüge auf 200 Sitzhockern. (Foto: Kreis Wirtschaftsförderung)
Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann möchte sich im Kreis Kleve stärker als bislang engagieren und wird sich auch für Standorte ab 8.000 Einwohner interessieren. Neben der Kreisstadt Kleve selbst stehen mindestens drei bis vier weitere Rossmann-Stores auf dem 2014er Jahresplan. Auch die Standorte Goch, Issum und Wachtendonk werden derzeit „gerechnet“.

Der Verdrängungswettbewerb im Lebensmittel-Einzelhandel geht weiter und lässt auch im Kreis Kleve die Suche nach ausgewählten Standorten mit Zentrumsnähe erkennen. Insbesondere Edeka sieht „qualifizierte Nahversorgung“ bei Verkaufsflächen ab 1.500 Quadratmetern. Und Biomärkte wie die der Firma denn‘s, am Niederrhein noch weitgehend unbekannt, schließen Engagements zwischen Schwanenburg und Geldertor zumindest nicht aus.

Für drei Tage hatte die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve die aktuelle Expo Real, Messe für Immobilien und Investitionen, in München besucht. Erneut von der Zusammenarbeit mit der Standort Niederrhein GmbH getragen, machte sich die Kreis-WfG ihr Bild vom Gewünschten, vom Möglichen, vom Machbaren.

Wie bereits im letzten Jahr stellte Hans-Josef Kuypers die Chancen heraus, die sich derzeit im Markt der Logistik eröffnen und bat bei den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet darum, sich für Flächen-Nachfragen von 60.000 Quadratmetern und mehr zu rüsten. Hier könne auch der landesweit einmalige Virtuelle Gewerbeflächenpool nicht weiterhelfen, der bei 10.000 Quadratmetern Fläche „mit seinem Latein am Ende“ sei.

Interessant auch die Auskunft der Kreis-WfG zum Thema „Hotel-Landschaft“. Hier gibt es eine junge, aufstrebende Hotelkette mit guter Bonität, die sich „den Kreis Kleve durchaus vorstellen“ könne. Der Investor für den Bau des 100 Betten-Hotels müsse vor Ort bereits vorhanden sein, die Kette als Betreiberin sei es gewohnt, Verträge auf 20 Jahre abzuschließen. Die Kreis-WfG dazu: „Es ist wie im Fußball – die Hoffnung stirbt zuletzt“.
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 13.10.2013 | 11:43  
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