"Die Stadt wird sich ändern"

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Sehen sich in der Verantwortung für ihre Stadt: Ute Schulze-Heiming, Klever Stadtmarketing, Kleves Wirtschaftsförderer, Dr. Joachim Rasch, Petra Hendricks, Stadtmarketing und IHK-Mann Michael Rüscher.

Kleve. Im vergangenen September erklärten sich rund 500 Besucher der Stadt Kleve bereit, cirka zehn Minuten ins Ausfüllen eines Fragebogens zu investieren. Bei der bundesweiten Erhebung sollte neben dem Einkaufsverhalten unter anderem die Attraktivität der Innenstadt aber auch der Erlebnischarakter bewertet werden.

„An drei Standorten wurde an zwei Tagen befragt“, informiert Ute Schulze-Heimning, Geschäftsführerin des Klever Stadtmarketing.
Mit im Boot saßen auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Kleve und die IHK. Die rund 500 Befragten bewerteten die Stadt mit einer 2,7 - einer Note, die auf dem Zeugnis als Drei ausgewiesen würden.

Männer haben sich intensiv beteiligt

„Vor allem die Männer haben sich aktiv an der Umfrage beteiligt“, so Schulze-Heiming. Im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größenordnung zieht Kleve mehr Käufer von außerhalb an. Immerhin kamen 16 Prozent der an den beiden Tagen Befragten aus den Niederlanden. „Das ist sicher ein Grund, weshalb die Händler hier vor Ort Angst vor der Maut haben“, warf Kleves Wirtschaförderer, Dr. Joachim Rasch, ein.

Viele kommen mit dem Fahrrad in die Stadt

Viele Stadtbummler kommen nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad in die Stadt. Der ermittelte Wert liege deutlich über dem Durchschnitt. Ute Schulze-Heiming: „Aber wer mit dem Auto kommt, findet ausreichende und vor allem günstige Parkplätze.“ Gefragt nach dem „Was“ in der Innenstadt gekauft würde, standen Lebensmittel und Getränke oben an, gefolgt von Mode und Fashion sowie von Schuhen und Lederwaren.

Sauberkeit und Sicherheit

In puncto Sauberkeit und Sicherheit erreichte die Stadt Kleve Bestnoten, der Erlebnischarakter in der Stadt ließ im Gegensatz zu wünschen übrig.
Nicht ganz unwichtig auch die Frage nach dem Online-Kaufverhalten. Rund 51 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihr Einkaufsverhalten nicht verändert habe. 27 Prozent nutzen beide Wege, sie kaufen sowohl online als auch im lokalen Handel ein. „Wenn es diese zwei Möglichkeiten gibt, ist doch die Frage, was ich online lokal kaufe?“, so Schulze-Heiming. Einige Händler bieten die Möglichkeit, sich online zu informieren, zu bestellen und die gewünschte Ware im Geschäft abzuholen. Diese Möglichkeit erachteten 71 Prozent der Befragten als für sie selbst nicht relevant.

"Das ist ein klarer Arbeitsauftrag"

Für Ute Schulze-Heiming ist klar: „Die Stadt wird sich ändern, der Einkaufscharakter wird sich ändern. Wir müssen schon genau hingucken, was wir mit der Stadt machen.“ In einigen relevanten Punkten hätte die Stadt schon auf die Wünsche der Bürger reagiert: Die Gestaltungssatzung sorge für Ordnung in der Stadt, und auch Sicherheit und Sauberkeit seien angepackt worden. Und auch auf die Wünsche der Menschen in der Stadt müsse eingegangen werden. „Wenn sie sagen, ich vermisse das, dann ist das ein klarer Arbeitsauftrag.“ Vermisst wurden beispielsweise weitere Modegeschäfte - auch Mode für Jugendliche. Der Erlebnischarakter müsse geschärft werden, in Fragen des Onlinehandels müsse gehandelt werden.

Am 11. und 12. September wird es in Kleve zwei Aktionstage zum Thema „Ich bin Heimat-Shopper“ geben.

Mit einer Broschüre greift die IHK Duisburg, Wesel, Kleve Immobilienbesitzern und Gewerbetreibenden unter die Arme. Welche Geschäfte gibt es wo? Welche Angebote werden gemacht? Wie liegen die Steuersätze? Diese und andere Fragen werden schnell und übersichtlich beantwortet. „Das Ganze ist eine Entscheidungshilfe zum Beispiel für Existenzgründer, kann aber auch Immobilienbesitzern als Informationsquelle dienen“, so Michael Rüscher, Geschäftsführer der IHK. Die Broschüre gibt es bei der IHK und beim Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Kleve.
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