Ende August geht Sparkasse Rhein-Maas an den Start

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Der neue Vorstand (v.l.n.r.): Wilfried Röth, Peter Reichhold, Rudi van Zoggel (Vorsitzender), Michael Wolters und Gregor Reinen
Kleve: Schwanenburg |

Die Kulisse hätte historischer nicht sein können: Im Spiegelturmsaal auf der Schwanenburg in Kleve wurde am Montag (04.07.2016) die Fusion der Sparkassen Emmerich-Rees, Kleve und Straelen besiegelt.

Nach der Vertragsunterzeichnung wird jetzt das Genehmigungsverfahren bei den Aufsichtsbehörden eingeleitet. Ende August soll die neue Sparkasse Rhein-Maas - mit einer Bilanzsumme von 2,3 Milliarden Euro das größte Kreditinstitut im Kreis Kleve - an den Start gehen.

Warum war die Fusion überhaupt nötig?
Die Vorstände wollten "rechtzeitig die Zukunft gestalten", so der Vorstandsvorsitzende Rudi van Zoggel. Die andauernde Niedrigzinsphase, der demografische Wandel, die Digitalisierung, die Bankenregulatorik sowie steigende Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung würden die Ertrags- und Kostensituation zunehmend belasten. "Gemeinsam ist man stärker", findet Landrat Wolfgang Spreen. Sitz der neuen Sparkasse ist Kleve. "Unsere Sparkasse aufzugeben, fiel uns nicht leicht", sagt Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing.

Wie ist der Vorstand besetzt?
Vorstandsvorsitzender wird Rudi van Zoggel. Weitere Vorstände sind Gregor Reinen, Wilfried Röth, Michael Wolters und Peter Reichhold. Der Vorstand wird in den nächsten Jahre auf drei Mitglieder verkleinert. Der Vertrag von Rudi van Zoggel endet am 31. Dezember 2018.

Werden Arbeitsplätze vernichtet?
Die insgesamt jetzt etwa 550 Mitarbeiter müssen keine betriebsbedingten Kündigungen fürchten. In den nächsten Jahren sollen jedoch 70 Stellen durch natürliche Fluktuation wegfallen. Weil alle drei Hauptstellen-Standorte für zentrale Bereiche genutzt werden, werden einige Mitarbeiter längere Anfahrtswege zu ihrem Arbeitsplatz in Kauf nehmen müssen.

Bleiben alle Filialen erhalten?
Eher nicht. Der Vorstandsvorsitzende Rudi van Zoggel will in den nächsten Jahren beobachten, "ob die Kunden ihre Filialen benötigen oder nicht."

Was ändert sich für die Kunden?
Erst einmal nichts. Erst ab Herbst 2017 kann es für Kunden in Emmerich, Rees und Straelen zu neuen Kontonummern kommen, falls Kontonummern doppelt vergeben sind.
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2 Kommentare
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Willi Heuvens aus Kalkar | 04.07.2016 | 20:00  
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