"Es sehr wichtig, die Ideen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen"

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  „Es ist für die zukünftige Stadtentwicklung sehr wichtig, die Ideen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen. Dafür haben wir bei der Stadtverwaltung immer ein offenes Ohr“, unterstrich Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing die Bedeutung einer Innenstadt, die auch für den Nachwuchs lebenswert ist. Beim Informationsabend „JUNGE MITTE – eine kinder- und jugendfreundliche Innenstadt für Kleve“, der im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve (IHK) durchgeführt wurde, stand genau dieses Thema im Mittelpunkt. Im Vorfeld hatten das Büro REFLEX architects_urbanists aus Essen und der bundesweit tätige Verein JAS – Jugend Architektur Stadt e.V. Workshops mit Schülerinnen und Schülern sowie Befragungen von Eltern und Besuchern in der Innenstadt durchgeführt. Dabei seien kreative Ideen und interessante Anregun gen herausgekommen, wie die Klever Verwaltungsspitze feststellte.

In einer Sache waren sich junge und ältere Besucher des Informationsabends im Evangelischen Gemeindezentrum an der Feldmannstege einig: Die Klever Innenstadt hat bei der Kinderfreundlichkeit Optimierungspotenzial. So wünschen sich die Jugendlichen etwa ein Kinder- und Jugendcafé, in dem es neben Freizeitangeboten auch die Möglichkeit zum gemeinsamen Lernen gibt. Schüler Marc vom Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) regte an, das Spoycenter wieder mehrzu beleben: „Es ist derzeit sehr düster und weist viel Leerstand auf. Unser Vor-
schlag lautet, dort ein Bildungscenter zur Weiterbildung in verschiedene Fachrichtungen zu eröffnen, die in der Schule nicht angeboten werden.“ Weitere Wünsche der Schüler beziehen sich beispielsweise auf mehr Spielplätze, Liegewiesen, nutzbare Wasser- und Waldflächen, Party-Gebäude und mehr attraktive Veranstaltungen.

Bolzplätze aufwerten

Dass aber nicht alles erst neugeschaffen werden muss, wusste der zehnjährige Payman vom KAG zu berichten: „Es gibt an einigen Stellen in der Stadt Verbesserungspotenziale, beispielsweise an der vorhandenen Skaterbahn oder den Bolzplätzen.“ Wenn diese aufgewertet würden, seien sie möglichweise wieder beliebtere Treffpunkte für den Klever Nachwuchs. Jan Traeder, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie, freute sich über die konstruktive Kritik und die Anregungen: „Wir haben bereits in den vergangenen Jahren in verschiedenen Projekten erfolgreich Kinder und Jugendliche beteiligt. Das Ergebnis ist eine gute Ausstattung an Angeboten und Einrichtungen, die regelmäßig mit der Sichtweise der Zielgruppe abgeglichen werden müssen. Daran wollen wir gern weiterhin anknüpfen.“

Einen Tipp gab Detlev Koken von den Klever Grünen den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg: „Es ist nun auch Aufgabe der Kinder und Jugendlichen, am Ball zu bleiben und die Stadt bei den weiteren Schritten zu begleiten.“ In den kommenden Wochen arbeiten das Büro REFLEX architects_urbanists und der Verein JAS den „Masterplan Kinderfreundliche Innenstadt“ aus, der Anfang kommenden Jahres den politischen Gremien der Stadt Kleve vorgestellt wird.
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