Hofreiter zur Lesung und Diskussion bei den Grünen in Kleve

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Dr. Hofreiter im Samocca in Kleve (Foto: Dank an Hermann Brendieck)
Kleve: Cafe Samocca | Dicht gedrängt saßen rund 60 interessierte Menschen aus Kleve und Umgebung
im Cafe Samocca, um mit Dr. Anton Hofreiter MdB, Fraktionsvorsitzender der
GRÜNEN im Bundestag, ins Gespräch zu kommen. Hofreiter war der Einladung
der Kreis Klever Grünen gerne gefolgt, um zunächst aus seinem Buch
„Fleischfabrik Deutschland“ zu lesen und dann unter der Moderation von
Kreissprecher Bruno Jöbkes mit den Zuhörerinnen und Zuhörern zu
diskutieren. Er machte deutlich, dass es ihn als Biologen sehr bedrückt,
wenn nicht nur in Deutschland, sondern auch in Südamerika ein massiver
Rückgang der Artenvielfalt zu beklagen ist und als Hauptursache die
derzeitige Form der Landwirtschaft verantwortlich gemacht werden muss.
„Urwaldrodung in Südamerika zum Futteranbau, konzentrierte
Tierhaltungsanlagen und Nitratüberschüsse in den viehstarken Regionen,
Wegfall bäuerlicher Strukturen in Deutschland und Afrika hängen zusammen“,
so Hofreiter und seien ein Ergebnis der deutschen und europäischen
Landwirtschaft. Für eine Agrarwende, die Tier- und Umweltschutz
berücksichtigt, müssten neue Ordnungsregeln aufgestellt, EU-Agrarzahlungen
geändert und Kennzeichnungen ähnlich wie bei Eiern als Einkaufshilfe für
Verbraucher eingeführt werden, um den Durchbruch für eine
nachhaltig-moderne Landwirtschaft zu schaffen.

Hofreiter ist einer der Kandidaten in der Urwahl für das Spitzenteam der
GRÜNEN zur Bundestagswahl 2017. In der Mitgliederversammlung abends im
Kolpinghaus, konnte er sich auch zu anderen Themen den Grünen vor Ort
vorstellen. Kreissprecherin Birgitt Höhn begrüßte dazu die Mitglieder und
bat Hofreiter zu den Leitanträgen des Bundesparteitages in Münster
Stellung zu nehmen. Hofreiter plädierte vehement dafür, das Friedensprojekt
Europäische Union nicht durch Rückfall in eingeengte Nationalstaatlichkeit
zu gefährden. Dringender Auftrag sei es, die europäischen Institutionen:
Parlament, Rat und Kommission demokratischer und transparenter in ihrem
Wirken zu gestalten. Ein Brexit sei, wie jetzt aller Orten festgestellt
wird, eben keine Lösung. Eindeutig sind auch die Grünen Forderungen zur
Mobilität. Neben der weiteren Förderung des ÖPNV, attraktiven Radwegen,
Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Bahn steht auch die Forderung
im Raum, ab 2030 keine PKW auf Basis von Diesel oder Benzin mehr neu
zuzulassen um Klimaschutz und Feinstaubreduzierung zu verwirklichen.
Hofreiter: „Die deutsche Automobilindustrie, als einer der wichtigsten
Säulen der Wirtschaft, muss das Thema jetzt endlich ganz oben auf die
Tagesordnung setzen, damit nicht das Auto der Zukunft vorrangig aus Asien
stammt“.

(Pressebericht Kreisverband Kleve Bündnis 90/Grüne)
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2 Kommentare
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 28.10.2016 | 00:13  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 28.10.2016 | 18:41  
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