Jetzt will die Bürgermeisterin vier Eingangsklassen an der Karl Kisters Realschule

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Es ist erst vier Tage her, dass die Stadtverwaltung ohne Rücksprache mit den Schulleitern und Schulpflegschaften die Zügigkeiten der weiterführenden Schulen festgelegt hat. Dienstag gibt es eine große Demonstration vor dem Rathaus - erstmals gegen die Bürgermeisterin. Sonja Northing hat am heutigen Montag (20.02. 2017) beschlossen, dass die Karl Kisters Realschule im nächsten Schuljahr doch mit vier Eingangsklassen an den Start gegen darf. Hier die offizielle Presseinformation der Stadt Kleve vom frühen Abend im Wortlaut:

"Auf der Grundlage der derzeitigen Diskussionen in der Elternschaft, Politik und Verwaltung, angesichts der nun aktuellen zu verteilenden 537 Schülerinnen und Schülern wird die Bürgermeisterin Sonja Northing von der ihr eingeräumten Befugnis, im Schuljahr 2017/2018 an der Karl Kisters Realschule vier Eingangsklassen festzusetzen, Gebrauch machen. Die Bürgermeisterin möchte die in ihrer Entscheidungsbefugnis bestehenden Möglichkeiten ausschöpfen und dem Elternwillen Rechnung tragen.

Der Rat der Stadt Kleve hatte am 09.11.2016 und 28.11.2016 folgende Zügigkeiten festgelegt

• Die Karl Kisters Realschule wird dreizügig
• Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium bleibt dreizügig
• Das Konrad-Adenauer-Gymnasium bleibt dreizügig
• Die Gesamtschule Rindern wird fünfzügig
• Die Sekundarschule wird zum 01.08.2017 in eine fünfzügige Gesamtschule umgewandelt

Für die zu verteilenden 537 Schülerinnen und Schüler ist eine Klassenfrequenzstärke von 27 zugrunde zu legen und ermöglicht bei einem errechneten Wert von 19,88 die Bildung von mehr als die festgelegten 19 Eingangsklassen. Daher ist eine Vierzügigkeit der Karl Kisters Realschule möglich

Für weitere Eingangsklassen ist ein entsprechender Ratsbeschluss erforderlich, welcher der Rat der Stadt Kleve in einer Sondersitzung am 02.03.2017 herbeiführen könnte. Die Bürgermeisterin hat in diesem Fall keine eigene Entscheidungsbefugnis und ist somit an den Beschluss des Rates der Stadt Kleve vom 09.11.2016 gebunden. Eine andere Zügigkeit ist daher nur im Wege eines neuen Ratsbeschlusses möglich.

Die im Ratsbeschluss vom 28.11.2016 festgelegte Voraussetzung, dass 21 Züge für die weiterführenden Schulen notwendig sind, könnte dadurch erreicht werden."

Auslöser war wohl der heutige Antrag der CDU-Fraktion zu einer Sondersitzung des Rates. Begründung: "Die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen belegen, dass ein Bedarf an der Bildung von vier Eingangsklassen an der Karl Kisters Realschule sowie von insgesamt sieben Eingangsklassen an den Gymnasien besteht. Zudem ermöglichen die Anmeldezahlen sowohl die Umwandlung der Sekundarschule in eine vierzügige Gesamtschule - die von der Bezirksregierung genehmigt ist - als auch eine Fünfzügigkeit der Gesamtschule Rindern. (...)"
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