Kleves "Öffentliche Platzwerkstatt": Von Sichtachsen, Sitzbänken und Spielplätzen…

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Mehr als 70 Teilnehmer diskutierten über die Plätze in der Klever Innenstadt.

Vom Schachbrett an der Herzogbrücke bis zu neuen Sichtachsen an der Schwanenburg, von Sitzmöglichkeiten am Marktplatz Linde bis zur stärkeren Einbeziehung des Wassers in der Innenstadt: Im Rahmen einer „Öffentlichen Platzwerkstatt“ haben die Teilnehmer Dutzende Ideen für die künftige Gestaltung der Klever City-Plätze entwickelt.

Die Anregungen fließen in ein Platzkonzept ein, das als Handlungsempfehlung für Politik und Verwaltung dient. Mehr als 70 Klever waren der Einladung in die Stadthalle gefolgt.

„Wie sollen Kleves Innenstadtplätze in der Zukunft aussehen?“ Mit dieser Frage befassen sich derzeit die Planungsbüros scheuvens + wachten aus Dortmund sowie scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf. In einem ersten Schritt haben die Planer im Rahmen der Platzwerkstatt beispielhaft Ideen für drei Plätze vorgestellt: den Marktplatz Linde, den Marstall und den neuen Platz an der Herzogbrücke. An „Marktständen“ konnten die Besucher die Vorschläge der Planer um ihre eigenen Gedanken zu den jeweiligen Plätzen ergänzen. So entstanden zahlreiche Skizzen, Notizen und angeregte Diskussionen.

Neuordnung der Parkplätze

Für den Marktplatz Linde wünschten sich die Teilnehmer beispielsweise Möglichkeiten zum Verweilen sowie eine Neuordnung der Parkplätze; hierfür wurden Gastronomieangebote, neue Baumreihen sowie eine hochwertige Pflasterung vorgeschlagen. Zudem sollte das Thema der Lindenallee auf dem Platz gestalterisch aufgegriffen werden. Die Verkehrswege Richtung Innenstadt wurden als überdimensioniert wahrgenommen und könnten gerne zurückgebaut werden.

Für den Marstall wünschten sich die Workshop-Besucher eine gestalterische Aufwertung, beispielsweise durch die Entwicklung von Sichtachsen – ergänzt um Sitzbänke, von denen aus man den Blick ins Tal genießen könne. Auch der Umlauf um die Schwanenburg sollte verschönert werden. Zudem eigne sich der Standort für (mobile) Gastronomie. Insgesamt sollten sich die vielen Besuchergruppen der Schwanenburg auf dem Platz stärker willkommen fühlen.

Treffpunkt und Ruheort

Der neue Platz an der Herzogbrücke wurde allgemein als Knotenpunkt wahrgenommen, der diese Funktion aber bisher kaum erfüllt. Die Teilnehmer können sich dort einen „Ruheort“ als Gegenpol zur belebten Innenstadt vorstellen. Zudem könnte der Platz zum Treffpunkt „Unter den Platanen“ werden, wofür Sitzgelegenheiten geschaffen werden sollten. Die Wegweisung zum Bahnhof, zum Rathaus, zum Opschlag, zur Hochschule und in die Innenstadt sollte gestärkt werden.

Grundsätzliche Wünsche zum Platzkonzept, das 19 Plätze in der Innenstadt umfasst, lauteten: mehr Spielplätze und -angebote für Kinder, größere Flächen entsiegeln und das Element Wasser stärker einbeziehen. „Wir werden ihre Anregungen protokollieren und in das Platzkonzept einfließen lassen“, versprach Martin Schlegel stellvertretend für die Planer. Das Konzept soll bis Ende des Jahres der Politik vorgestellt werden.

Detailplanung

Dirk Posdena, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Kleve, bedankte sich abschließend für die rege Beteiligung der Besucher. „Das Platzkonzept ist der theoretische Überbau, danach geht es schrittweise an die Detailplanung und schließlich an die Umsetzung“, blickte er voraus.

Das Platzkonzept ist Bestandteil des „Integrierten Handlungskonzeptes“ für die Klever Innenstadt. Mithilfe von Fördermitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen soll die City in den kommenden Jahren schrittweise aufgewertet werden.

Die nächste Veranstaltung steht bereits fest: Am Mittwoch, 18. November, geht es in einem weiteren öffentlichen Workshop um die Barrierefreiheit der Innenstadt.
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