Klimaschutzsiedlung am Mühlenberg nimmt Formen an

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Foto: Heinz Holzbach
100 Klimaschutzsiedlungen soll es in Nordrhein-Westfalen geben: Eine davon wird in Kleve entstehen. Der aktuelle Stand zur Klimaschutzsiedlung Mühlenberg zwischen Stadionstraße und Merowingerstraße sowie die Architektenteams wurden in dieser Woche von der Klever Stadtverwaltung vorgestellt.

Insgesamt stehen acht Baufelder zur Bebauung mit Passivhäusern an. Die Baufelder 1, 2, 3, und 7 werden vom Klever Reppco-Team bebaut, Baufeld 6 vom Büro Weber, Willemsen, Schäfer. Die Baufelder 4 und 5 sind privaten Häuslebauern vorbehalten.

Auf Baufeld 1 und 2 werden zwölf Wohneinheiten in Reihenhäusern und 64 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern entstehen. Christiane Behrens vom Reppco-Team beschreibt: „Die Reihenhäuser werden eine Wohnfläche von rund 100 Quadratmetern haben – inklusive einer Ausbauresereve von 30 Quadratmetern unterm Dach. Diese Häuser sind besonders gut für Familien mit zwei Kindern geeignet.“ Ein größeres Grundstück mit Gartenhäuschen macht den Traum vom Eigenheim komplett. Kostenpunkt: Rund 220 000 Euro. Als Schwierigkeit bezeichnete Behrens die Verhandlung mit den Banken. Dort sei man auf den Bau von Passivhäusern nicht sonderlich gut vorbereitet. „Oft wird den Bauherren gesagt, dass das doch alles gar nicht nötig sei.“ Vor allem aber werde die Kostenersparnis durch die Energieeinsparung bei der Berechnung der Finanzierung nicht berücksichtigt.

Baulich anspruchsvoll ist die Bebauung des Baufeldes 3. Hier werden, so Behrens, besondere Stadthäuser in Hanglage gebaut. „Dabei gilt es, vier bis fünf Meter Höhenunterschied zu überbauen.“ Auf Baufeld 7 sind drei Wohnhäuser mit cirka 30 Wohneinheiten plus Tiefgarage geplant.

Das Planungsteam Weber, Willemsen, Schäfer zeichnet für die Bebauung des Baufeldes 6 verantwortlich. Sieben Wohneinheiten in Reihenhäusern sind auf dem 1800 Quadratemter großen Baugrundstück geplant. „Wir geben die Energietechnik vor – die Reihenhäuser werden in Holzbauweise ausgeführt werden“, erklärt derKlever Architekt Thomas Willemsen. Von den sieben zu erstellenden Baueinheiten werden drei bis vier an „Eigentümer-Selbsthilfegruppen“ vergeben. „Sie unterstützen sich gegenseitig beim Bau – die Eigenleistungen werden abgestimmt.“ Rund 30 000 Euro können so eingespart werden. Das Kostenvolumen eines Hauses werde sich such auf 300 000 bis 320 000 Euro belaufen, so Willemsen.

Jürgen Rauer, technischer Beigeordneter der Stadt Kleve, umriss noch einmal die hinter dem Projekt liegende Intention. Neben hoher Qualität und der konsequenten Reduzierung der wärmebedingten CO2-Emission solle das soziale Leben auf der Straße gefördert werden.

Ein weiteres Klimaschutzprojekt ist an der Küpperstraße geplant. Hier habe die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft einen entsprechenden Antrag gestellt, so Willibrord hass, Kämmerer der Stadt Kleve.
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