Kreis Kleve schafft Platz für mehr Kita-Kinder

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Die frühkindliche Bildung hat im Kreis Kleve einen besonders hohen Stellenwert. Das Foto zeigt Landrat Wolfgang Spreen bei einem Besuch des St.-Vincentus-Kindergartens in Rees-Mehr.

Der Kreis Kleve wächst. Und zwar insbesondere bei den Jüngsten.

Dies zeigt sich deutlich im Bereich der so genannten U3- und Ü3-Kinder. Seit ein paar Jahren steigen die Zahlen der Kleinkinder überproportional an. Die Abteilung Jugend und Familie ist in den elf vom Kreis Kleve betreuten Kommunen gut für diesen Anstieg gerüstet, denn der Kreis Kleve schafft Platz für mehr Kita-Kinder. Neue Kindertagesstätten werden gebaut und weitere Kindergartengruppen in bestehenden Einrichtungen eingerichtet. In den elf Städten und Gemeinden konnte bei der Zahl der Unter-Dreijährigen (U3) in den letzten beiden Jahren ein Anstieg von 15 Prozent auf nunmehr 3.448 Kinder verzeichnet werden. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sind es 10 Prozent mehr und damit nun 3.387 Ü3-Kinder. Im selben Zeitraum stieg die Einwohnerzahl um rund 2,5 Prozent. „Ein Zuwachs von fast 300 U3-Kindern und von mehr als 300 Ü3-Kindern zeigt, dass der Kreis Kleve insbesondere für junge Familien attraktiv ist“, so Landrat Wolfgang Spreen. In den Kommunen sind zahlreiche Neubaugebiete und Bauvorhaben auf den Weg gebracht worden. Darüber hinaus trugen auch angemeldete Flüchtlingskinder zu dem verzeichneten Anstieg bei. Der aktuelle Bedarfsplan „Vorschulische Betreuung und Bildung 2017-2022“, der Hinweise und ein umfangreiches Zahlenwerk zur aktuellen Situation in den zukünftig 73 vom Kreis Kleve betreuten Einrichtungen enthält, wurde nun im Jugendhilfeausschuss mit großer Mehrheit beschlossen. Spreen: „Wir sind auf die Wachstumssituation gut vorbereitet, denn wir haben das Platzangebot in diesem und im kommenden Jahr bedarfsgerecht um 400 Betreuungsplätze für Kinder von zwei bis sechs Jahren erhöht.“ Für die mittelfristige Planung wurden mit den Trägern der Kindertagesstätten konkrete Gespräche über eine Ausweitung der Betreuungsplätze insbesondere durch bauliche Erweiterungen geführt. Diese umfassenden Planungen wie auch der breite politische Konsens der Fraktionen zeigen den hohen Stellenwert, der der frühkindlichen Bildung im Kreis Kleve seit Jahren beigemessen wird. Zum Stichtag 01. August 2017 stehen in den elf Kommunen insgesamt 836 U3-Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen und 1.000 U3-Tagespflegeplätze zur Verfügung. Bei 3.448 Kindern unter drei Jahren in den elf Kommunen (Stichtag: 31. Dezember 2015) ergibt dies erneut eine sehr hohe Angebotsquote von 53,25 Prozent.

Freiwillige Zuschüsse für Übergangsgruppen bewilligt

Um allen Trägern der Kindertagesstätten einen weiteren Ausbau zu ermöglichen, weist der aktuelle Bedarfsplan auf das vom Bund noch zu verabschiedende Bauprogramm für zusätzliche Kindergartenplätze hin. Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses, fünf Einrichtungen in Kalkar-Grieth, Kalkar-Wissel, Kerken-Aldekerk, Rees und Straelen-Broekhuysen für eine sofortige Erweiterung des Platzangebots einen freiwilligen Kreiszuschuss zur Verfügung zu stellen. Damit können kurzfristig insgesamt 50 Übergangsplätze für Ü3-Kinder realisiert werden. „Damit schaffen wir unkompliziert Platz, damit bereits im Sommer ein erweitertes Raumprogramm zur Verfügung steht“, so Landrat Spreen. „Ich danke den Trägern für ihr besonderes Engagement im Interesse der Betreuung der Kleinen und Kleinsten. Ein weiterer Dank gilt den elf Kommunen, die Bauland für neue Kindertagesstätten zur Verfügung stellen.“ Im weiteren Verlauf der Sitzung bewilligten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses einstimmig Zuschüsse an die örtlichen Träger der Aktion „Ferienspaß 2017“ in Höhe von insgesamt 117.200 Euro. Zu den insgesamt 173 geplanten Aktionstagen werden rund 1.000 Kinder erwartet.
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