Meine Serie im Lokalkompass im Wahlkampf 2015 - Drei Fragen an .... heute: Dr. Artur Leenders

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Dr. Artur Leenders, Kandidat von Bündnis 90 / Grüne für das Amt des Bürgermeisters der Kreisstadt Kleve am 13.09.2015
Dr. Artur Leenders ist Kandidat von Bündnis 90 / Grüne in der Kreisstadt Kleve für die Wahl des Bürgermeisters am 13. September 2015

Hier die drei Fragen mit den Antworten:


1. Welche kommunale Wirtschaftspolitik würde ein Bürgermeister Dr. Artur Leenders in den nächsten Jahren praktizieren?

Zunächst gilt es, den Schwung, den zehn Jahre Schwarz - Grün in Kleve gebracht haben, weiterzuführen. Kleve wird weiter wachsen und weiter prosperieren. Hierzu müssen wir die Chance, die uns die HRW bietet, konsequent nutzen durch Technologietransfer, Zusammenarbeit mit der Industrie, Förderung der internationalen Kontakte sowie Hilfen bei der Ansiedlung und Betreuung von Unternehmen.

Auch Dr. Artur Leenders wäre der oberste Wirtschaftsförderer von Kleve. Wir haben die Lücke zwischen Kleve und Kellen zu schließen. Dort gibt es noch ca. 50 ha zu erschließende Fläche. Eine Aufgabe ähnlich wie in Berlin mit der ehemaligen Mauer.

Die Verständigung mit den Niederlanden muss noch verbessert werden. Hierzu sind vor allem der Deutsch - Niederländische Businessclub, aber auch die Wirtschaftsförderer von Kreis und Stadt Kleve wichtige Moderatoren.

Der Einzelhandel befindet sich im Wandel. Im Moment sind Einzelhandel und Internet wie Feinde aufgestellt. Die Zukunft liegt in einer Symbiose beider Systeme, auch besonders im Bereich der Stadt Kleve. Ein internes Klever Interneteinkaufsportal wäre eine Lösung.

Die Renovierung innerstädtischer Gebäude scheitert oft an Problemen der Finanzierung, weil viele Besitzer schon älter sind und damit schwer Kredite bekommen. Hier könnte die Stadt eine aktivere Rolle spielen nach dem Beispiel von Tübingen.

Ansonsten bevorzuge ich einheimische Investoren mit einheimischen Handwerkern und Geld von Klever Banken gegenüber auswärtigen Großinvestoren.

Ich unterstütze seit Anbeginn die im Nordkreis Kleve dank des Unternehmerpreises stattgefundene Verflechtung der Unternehmen im Nordkreis, werde aber daran arbeiten, diese Verflechtung über die Grenze auch mit niederländischen Unternehmen zu erreichen.



2. Wie sind deine Vorstellungen im Bereich Kultur, Kunst und Naherholung, um hier die Kreisstadt noch weiter voranzubringen?

Mein Wunsch wäre ein Kulturbeauftragter der Stadt Kleve. Ansiedeln könnte man ihn zum Beispiel beim Stadtmarketing. Auf jeden Fall muss er Ideen haben, Zuschüsse aquirieren können und vor allem die zahlreichen Aktivitäten der Kulturinitiativen in Kleve koordinieren.

Frau Professor Klotz träumte langfristig von einem Fachbereich Kunst und evtl. Musik an der HRW. B.C.Koekoek als Dozent steht nicht mehr zur Verfügung, aber träumen darf man wohl.

Ein eigenes Theater in Kleve würde übrigens gemessen an den Zahlen des Jungen Theaters Göttingen für die Stadt Kleve pro Jahr 300 000 Euro kosten, auch nicht so viel.

Die Stadthalle Kleve muss von innen noch zu Ende renoviert werden.

Zur Förderung der Kultur unserer ausländischen Mitbürger sind unbedingt weitere internationale Kulturbegegnungen erforderlich. Wir haben Bewohner aus 127 Nationen zu Gast. Das müssen wir nutzen. Aber auch Großkonzerte können wir stemmen, wie wir gerade eben beim WDR - Fest gesehen haben. Wir könnten mehr davon veranstalten.

Für die Naherholung müssen noch die Gastronomie und die Zahl der Hotelplätze verbessert werden. Als Angebot finden sich Radtouren, Bootstouren (dafür brauchen wir dringend die Schleuse und einen sauberen Spoykanal), Motorradtouren, aber auch Kulturtouren zu den Museen, Führungen und Besichtigungstouren mit Bussen. Die Ortsteile von Kleve müssen sich zusammenfinden, um attraktive Programme für die Niederung zu entwickeln. Die Unterschutzstellung des Klever Parks und der Galleien sowie deren Pflege sollten oberste Priorität erhalten.



3. Welches sind die wichtigsten Fragen in Bezug auf die Infrastruktur und Verkehrsanbindungen, die kurz- oder mittelfristig zu entscheiden sind?

Der Klever Ring sollte die zentrale Achse für den Autoverkehr bilden. Hierzu erforderlich sind Verbesserung der Verkehrsführung wie das Parkleitsystem, ggf. eingeschränktes Linksabbiegen, Kreisverkehre, grüne Wellen, aber auch Veränderungen, die bewirken, dass man von außerhalb zunächst auf den Ring geführt wird und nicht in die Stadt wie im Moment.

Die konsequente Umsetzung des Radverkehrsplan für Kleve muss noch ergänzt werden durch Radschnellverbindungen mit den Niederlanden, aber natürlich auch mit dem Südkreis und darüber hinaus.

Wir brauchen dringend die Bahnverbindung nach Nijmegen. Wir sind die einzige Euregio ohne direkte Bahnverbindung, und das mit Hochschulen an beiden Seiten. Die Pläne existieren, die unterschiedlichen Wünsche der Gemeinden liegen auf dem Tisch, aber auch Beschlüsse aller Räte, die sich für die Bahnlinie aussprechen. Wir müssen es nur noch umsetzen. Ich unterstütze ausdrücklich die Initiative des Kreises.

Der Flughafen in Weeze muss von der Landesregierung höherrangig eingestuft werden als bisher. Die Bundesregierung muss die Steuernachteile des Flughafens gegenüber den Niederlanden beseitigen. Die Verkehrsverbindungen zum Flughafen Düsseldorf müssen verbessert werden, um eine Zusammenarbeit beider Flughäfen attraktiver zu machen. Wir brauchen ggf. in Kleve noch einen Hubschrauberlandeplatz für Geschäftskunden (aber auch Politiker, wie wir gesehen haben).

Der Bootsverkehr muss in die Innenstadt. Also brauchen wir die Schleuse, aber auch einen attraktiven Spoykanal. Kleve liegt wie Emmerich auf der Hälfte der Strecke zwischen den Freizeitbootsgebieten Niederlande und Ruhrgebiet. Ideal wäre daher eine Marina in Stadtnähe. Wir müssen uns um einen Betreiber bemühen.

Der Containerhafen in Emmerich ist für Kleve als Logistikzentrum unerhört wichtig. Er erhält jede mögliche Unterstützung.

Langfristig muss der Klever Ring geschlossen werden, die Verkehrsanbindungen nach Nijmegen, Emmerich und Goch müssen verbessert werden. Alles Projekte, die mit dem Bund zusammen entwickelt werden müssen und mit Straßen NRW. Hierzu glaube ich, dass wir auch über Untertunnelungen sprechen müssen, ein Thema, dass in Kleve zur Zeit noch tabu ist.

Ganz kurzfristig brauchen wir Konzepte zur Verkehrsführung in Kleve, wenn unsere Brücken saniert werden. Schauen wir mal.
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5 Kommentare
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 16.07.2015 | 22:08  
Klaus Schürmanns aus Kleve | 16.07.2015 | 23:26  
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 16.07.2015 | 23:31  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 17.07.2015 | 08:04  
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Antje Schel aus Bedburg-Hau | 17.07.2015 | 16:37  
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