Meine Serie im Lokalkompass im Wahlkampf 2015 .... Drei Fragen an.... heute: Sonja Northing, parteilos

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(Foto: Foto genehmigt durch Frau Northing, 05.08.2015)
Frau Sonja Northing ist parteilos und wurde von der SPD, der FDP und den Offenen Klevern zur Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters der Kreisstadt Kleve gewählt.


1. Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Kleve in den nächsten zwanzig Jahren?

Kleve wächst! Wir sollten uns eine freundliche, multikulturelle, junge, dynamische Stadt und somit einen starken Wirtschaftsstandort Kleve zum Ziel setzen.
Ich bin bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Kleve optimistisch.

Kleve muss alles tun, um ein starker Wirtschaftsstandort zu sein und sich für Unternehmen und Arbeitnehmer weiter attraktiv machen.

Kleve hat jetzt schon viel zu bieten. Ich liebe es, in Kleve zu wohnen und zu arbeiten. Dieses Gefühl an Lebensqualität, Kleves sogenannte Standortvorteile, sind jedoch noch ausbaufähig.

Die Aufenthaltsqualität unserer Stadt, das gute Schulsystem, die Freizeitmöglichkeiten, das Gastronomieangebot, das Kulturangebot für Jung und Alt, eine gute Verkehrslage und Anbindung, die wunderschöne Landschaft all das soll Unternehmen veranlassen, ihren Standort in Kleve auszubauen bzw. sich hier neu anzusiedeln.

Die Bedürfnisse und Forderungen der Unternehmer müssen dabei noch stärker berücksichtigt werden.

Zunächst soll es eine zentrale Anlaufstelle für sie geben. Unter einem Dach sollten die Bereiche Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Grundstücksvermarktung gebündelt werden.
Eine starke Wirtschaftsförderungsgesellschaft als Partner der Unternehmer.

Zum anderen brauchen wir Arbeitnehmer für Kleve. Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, ist jetzt schon eine große Herausforderung.
Durch eine intensive Berufsvorbereitung und Berufsorientierung bei Schülerinnen und Schülern kann der Weg in eine Ausbildung oder ein Studium hier vor Ort gelingen. Es muss verstärkt um Jugendliche und junge Erwachsene geworben werden.

Nicht dass unsere Jugend aus Langeweile die Flucht in die Großstädte antritt.
Das will niemand!

em Fachkräftemangel kann so begegnet werden. Auch dürfen wir die ausländischen Mitbürger nicht aus den Augen verlieren. Hochqualifizierte Fachkräfte befinden sich darunter. Ich hoffe, dass die Bundespolitik einen geeigneten Weg finden wird, diese Menschen im Rahmen von Zuwanderung oder durch das Asylverfahren zu einem Teil unserer Gesellschaft zu machen. Wir brauchen diese Menschen. Heißen wir sie willkommen!

Darüber hinaus braucht Kleve eine flexible Kinderbetreuung. Wir können nicht auf Mütter und Väter als Arbeitskräfte verzichten, nur weil die Kinderbetreuung nicht sichergestellt werden kann.
Hier stelle ich mir einen Modellversuch in einer zentral gelegenen Kindertagesstätte mit einer Randzeiten- und Spontanbetreuung vor. Die Finanzierung teilen sich die Stadt Kleve, die Unternehmen und die Eltern.

Die Verzahnung der Hochschule Rhein Waal mit der regionalen Wirtschaft ist weiter zu intensivieren Die durch die Hochschulleiterin Frau Dr. Naderer angestrebte regionale Neuausrichtung der Hochschule kommt hier wie gerufen. Die Wirtschaftsförderung fungiert als Bindeglied zwischen den in Kleve ansässigen Unternehmen und der Hochschule. Forschungs-, Technologie- und Wissenstransfer direkt vor Ort, eine perfekte Symbiose.

Dann noch ein wirksames, kluges Verkehrskonzept und die Verkehrslage und gute Anbindung wird die Wirtschaft ankurbeln.

Mit guten Rahmenbedingungen wird Kleve liebevoll um Menschen werben, um mit Wertschätzung zur Wertschöpfung beizutragen.



2. Welche Ideen haben Sie in Bezug auf Kultur, Freizeit und Naherholung?

Bunt und vielfältig soll Kleves Kultur sein. Für alle und nicht begrenzt auf gewisse Sparten. Populäre Kultur für alle - Popkultur für Jung und Alt.
Verschiedenste Angebote innerhalb des weiten Kulturbegriffes vorzuhalten, kann nur der richtige Weg sein.

Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass Kleve, der Hochschule sei dank, jungen Menschen aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen inzwischen als Heimat dient. Diese kulturelle Vielfalt sollte von allen als Chance gesehen und genutzt werden. Wir sollten viel tun für unsere Jugend.

Jugendliche und junge Erwachsene bemängeln, dass in Kleve nichts los ist. Diese Wahrnehmung sollte sich ändern, denn zufriedene Menschen bleiben in Kleve.

Ich möchte hören: „Läuft in Kleve!“ Und ich verspreche, nicht zu merkeln.

Ich teile im Übrigen nicht die Meinung mancher Pessimisten, die meinen, dass in Kleve alles nichts kosten darf. Tolle Angebote werden eine entsprechende Nachfrage nach sich ziehen.

Im letzten Jahr ist zum Beispiel das Holi Festival im Forstgarten bei Jüngeren sehr gut angekommen.

Kultur muss in die Breite gehen und gleichzeitig einen zentralen Ort haben.

Ein Lösungsansatz wäre, die Schaffung eines Kulturzentrums, einer Plattform für die Kulturschaffenden.

Fragen zur Finanzierbarkeit eines Kulturzentrums, zu der Größe eines solchen Raumes, zu einer möglichen Erweiterung der Stadthalle, einer Nutzungsänderung eines ausgedienten Schulgebäudes, zur grundsätzlichen Standortbestimmung und zu generellen Nutzungsmöglichkeiten sind mit der freischaffenden Kulturszene zu besprechen. Der „Kulturraum Klever Land“ will beratend für Politik und Verwaltung tätig sein, das verdient Gehör und Wertschätzung.

Die Notwendigkeit eines Kulturzentrums wird von mir nicht in Frage gestellt, nicht das ob, nur das wie ist zu diskutieren.

Gut finde ich, dass die Idee eines Kulturzentrums mittlerweile zu einer regen Diskussion im Internet geführt hat. Es werden Ideen und Möglichkeiten ausgetauscht. Mein Anstoß erregt und bewegt. Ich möchte Kleve bewegen. Kleve bewegt sich. Prima!

Kleve braucht ein Kulturzentrum, mehr Raum für mehr Kultur. Ein kulturelles Herz für Jung und Alt.

Freizeit und Naherholung gehören zu den Dingen, die das Leben schön machen.

Das geplante Kombibad wird großartig werden. Die Klever werden begeistert sein. Ich selbst werde jedoch nicht die Saison auf der Rutsche einweihen. Ich denke, dass sollten fröhliche Kinder für mich übernehmen. Ich werde kleine Stellvertreter finden.

Ich persönlich würde mir noch einen Badesee wünschen, aber das ist erstmal weit weg. Zukunftsmusik, aber vielleicht klappt das schneller als man denkt.

Ansonsten setzte ich auf unseren Wald und Bewegung. Das macht einfach Spaß.




3. Welchen Führungsstil bevorzugen Sie, falls Sie Bürgermeisterin von Kleve werden sollten?

Die Frage, wie ich Menschen zu führen gedenke, wurde mir bereits im Jahr 2009 gestellt. Damals und auch heute gebe ich darauf die gleiche Antwort: „ Mit Liebe, ich führe Menschen mit Liebe und das kann auch klar und deutlich sein“.

Seit 2009 leite ich den Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Kleve. Dort arbeiten mehr als 70 Menschen.

Da sich in den 6 Jahren gezeigt hat, dass ich mit dem meinem Führungsstil richtig liege, werde ich selbstverständlich diese Haltung auf die Gesamtverwaltung übertragen.

Als Bürgermeisterin leite ich die Stadtverwaltung und bin Vorgesetzte aller Kolleginnen und Kollegen. Mein Führungsstil ist kooperativ. Meine langjährige Erfahrung als Sachbearbeiterin hat mich gelehrt, wie man es machen sollte und wie man es am besten nicht macht.

Ich wertschätze meine Mitarbeiter, ich vertraue Ihnen und ich weiß, dass ich auf sie angewiesen bin. Wir sind ein Team und jeder ist dabei wichtig und hat seine speziellen Aufgaben zu erfüllen. Ich bin für die Rahmenbedingungen zuständig, damit meine Mitarbeiter sich auf das Eigentliche, die Aufgabenerfülllung, die Dienstleistung und den Service für die Bürger konzentrieren können.

Ich möchte, dass Dienstleistungen durch zufriedene Mitarbeitende erbracht werden. Wir sind schließlich für den Bürger da.

Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, dass ich für sie da bin und alles für sie möglich mache, soweit dies machbar ist und innerhalb meiner Kompetenzen liegt.

Wer sich weiter informieren möchte, kann dies auf meiner Internetseite www.sonja-northing.de gerne tun.
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2 Kommentare
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 05.08.2015 | 19:31  
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Bernhard Ternes aus Marl | 07.08.2015 | 15:19  
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