Minoritenplatz: Klever Grüne erteilen Investor eine Absage

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Prof. Johannes Ringel, RKW Architekten, Wilibrord Haas, Stadtkämmerer Stadt Kleve, und Thomas Riek, S&P (v. l. n. r.) präsentierten an 18. März 2013 in Düsseldorf das Modell für das am Klever Minoritenplatz geplante Geschäftshaus (Foto: Sontowski & Partner)
Kleve: Minoritenplatz | „Die von Sontowski & Partner vorgelegten Entwürfe für die Minoritenplatzbebauung überzeugen uns nicht“, so die einstimmige Meinung der Mitglieder von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Ortsverband Kleve auf ihrer Mitgliederversammlung am 21.3.2013. Ein solch riesiger Baukomplex mit 5.800 m² Verkaufsfläche, 2.200 m² Bürofläche und über 2600 m² großem Fitnessstudio wird in Kleve nirgendwo benötigt. Weder eine Drogeriekette noch ein Fitnessstudio werden Kleve als Einkaufsstadt attraktiver gestalten. Das Projekt passt weder von seinen Ausmaßen, noch von seiner Nutzung hierher. Daran ändern auch „Fassadenverhübschungen“ und fragwürdige Auflockerungen nichts.

Die bisherige Entwicklung der Unterstadt sehen die GRÜNEN als missglückt an. Hotelklötze, Banken und ein geplanter Rathausneubau sind nicht geeignet die Innenstadt zu beleben. Es gibt keinen einladenden Platz zum Verweilen, Koekkoekplatz und Opschlag sind unattraktive Freiflächen.

„Wo ist die viel beschworene Qualität Wasser in die Stadt geholt worden, wo die versprochene Maßstäblichkeit?“, fragt sich der Klever Ortsverbandsvorsitzender Thomas Velten.

In Kleve hat man die Planungen größtenteils Investoren überlassen und damit eine verkorkste Situation geschaffen. Es ist höchst fraglich, ob sich der bebaubare Teil des Minoritenplatzes noch für eine Geschäftsbebauung eignet. Eingezwängt zwischen Rathausneubau, Deutscher Bank und Volksbank ist dieser Bereich nur unzureichend an die vorhandenen Geschäftsstraßen angeschlossen. Kein Wunder, dass Interessenten nicht gerade „Schlange stehen“. Mit dern jetzigen Konzept ist der Leerstand bereits vorprogrammiert.

Die GRÜNEN fordern Rat und Verwaltung auf, endlich eigene Vorstellungen zu entwickeln und ein realistisches Nutzungskonzept zu erstellen. Dabei sollte eine Wohn- und Kulturnutzung im Vordergrund stehen."
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3 Kommentare
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Jens-Uwe Habedank aus Kleve | 29.03.2013 | 21:48  
Klaus Schürmanns aus Kleve | 31.03.2013 | 20:55  
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Jens-Uwe Habedank aus Kleve | 31.03.2013 | 21:04  
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