SPD-Kreistagsfraktion Kleve gegen Lang-LKW im Kreis Kleve

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Sigrid Eicker, Jürgen Franken
„Die SPD-Kreistagsfraktion Kleve unterstützt keine Lang-LKW, Giga-Liner oder Monster-Trucks im Kreis Kleve. Deshalb hat die SPD den Antrag der FDP, der von den Fraktionen CDU und AfD/MH unterstützt wird, im Kreisausschuss am 09.06.2015 abgelehnt und wird dies auch im Kreistag am 25.06.2015 tun“, erklärt Jürgen Franken, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Kleve.

„Wir wollen auch in Zukunft auf unseren Autobahnen im Kreis keinen Groß-Lastwagen mit einer Länge bis zu 25,25 Metern begegnen, sondern vielmehr den bereits begonnenen Wechsel in der Verkehrspolitik fortsetzen und zunehmend mehr Gütertransport auf der Schiene und den Binnenwasserstraßen abwickeln. Lang-LKW lösen keines unserer derzeitigen Verkehrsprobleme. Im Gegenteil, sie schaffen neue. Schäden an Knotenpunkten und Kreisverkehren durch erweiterte Schleppkurven und erhöhte Kosten für entsprechende Parkplätze auf Rastanlagen sind ja nur zwei Beispiele für unnötige Kosten eines bereits umfänglich laufenden Feldversuchs. Deswegen ist das Ansinnen von FDP, CDU und AfD die Landesregierung Nordrhein-Westfalen aufzufordern am Feldversuch Lang-LKW der Bundesregierung teilzunehmen, aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion der falsche Weg!“, so Franken.

„Nordrhein-Westfalen hat erst vor wenigen Jahren beschlossen, sich nicht an dem Feldversuch zu beteiligen. Diese Positionierung wird von der Landesregierung auch beibehalten. Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt diese Position. Wir als SPD-Kreistagsfraktion begrüßen diese ablehnende Haltung“, so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Kleve.

„Bei der Betrachtung der Verkehrsträger Binnenschiff, Güterzug und Straße ist die Beförderung per LKW die ökologisch schlechteste Variante. Unsere Straßen sind bereits heute an vielen Stellen vollkommen überlastet“, so Sigrid Eicker, Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion im Ausschuss für Umwelt und Struktur des Kreises Kleve.

„Monster-Trucks, Giga-Liner oder Lang-LKW würden unseres Erachtens schon alleine aufgrund der Verkehrsdichte in NRW mit ihren vielen Autobahnkreuzen und Anschlussstellen das Risiko und die Gefahren für die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen. Die Verkehrsbelastung mit Staus usw. würde durch die Giga-Liner weiter gesteigert“, ist sich Eicker sicher.

„Nordrhein-Westfalen unterstützt lediglich die „kleine“ Lkw-Variante mit einer maximalen Länge von 17,80 Metern. Diese gerade einmal um 1,30 Meter verlängerten Sattelzüge erlauben es, Güter wesentlich effizienter von der Bahn auf den Lastwagen und umgekehrt zu verladen. Das unterstützt das Ziel der SPD mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Die verlängerten Sattelzüge werden statt bisher 16,50 m künftig 17,80 m lang sein. Damit sind sie noch kürzer als die bislang schon überall zugelassenen Gliederzüge (Lkw mit Anhänger), die 18,75 m Länge aufweisen dürfen“, so Jürgen Franken abschließend.
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Willi Heuvens aus Kalkar | 13.06.2015 | 10:57  
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