Vier Fragen an .... heute: Ansgar Boßmann, Diplom-Kaufmann, Steuerberater, sach- und fachkundiger Kommunalpolitiker

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Ansgar Boßmann, Steuerberater - Diplomkaufmann - Kalkarer Kommunalpolitiker (Foto: Genehmigung des Herrn Boßmann liegt vor)
Kleve: Politik | Ansgar Boßmann lernte ich in einer Diskussionsrunde im Rittersaal von Haus Horst kennen. Der erfolgreiche Wirtschafts- und Finanzfachmann aus Altkalkar ist auch in der Kalkarer CDU und in der Kommunalpolitik der Nicolaistadt aktiv. Geistige Zweikämpfe (Diskussionen) mit ihm machen wirklich Spaß und fordern.

Gerne war er bereit, meine vier Fragen zu beantworten.

1. Herr Boßmann, Sie sind jetzt im Vorstand der Kalkarer CDU, die über Jahrzehnte die Kommunalpolitik in der Nicolaistadt wesentlich prägte. Wo sehen Sie Neuerungen in der aktuellen CDU Kalkars?

Die Neuerungen in der Kalkarer CDU sind neue junge Mitglieder insbesondere im Vorstand des Stadtverbandes und auch in der CDU-Fraktion. Diese Mitglieder kommen mit neuen, innovativen Ideen und Anregungen. Sie kennen die Stadt wie ihre Westentasche, da sie in Kalkar schon geboren sind und einige auch in Vereinen aktiv tätig sind.


2. Wo liegt für die Christdemokraten in Kalkar wesentliches Aufholpotential, um zu alter Stärke zurückzukehren?

Die Christdemokraten in Kalkar brauchen Menschen mit neuen innovativen Ideen, aber auch Ältere die ihre Erfahrungen mitbringen. Die jüngeren Mitglieder übernehmen immer mehr Verantwortung. Die unterschiedlichen Meinungen in der Vergangenheit, die öffentlich ausgetragen wurden, werden nunmehr innerhalb der Gremien ausdiskutiert.


3. Man liest in diesen Tagen von einer "Pleite" der Stadt Kalkar. Ist dies real oder überzogen dargestellt?

Die Stadt Kalkar ist zweifelslos nicht wie auch andere Gemeinden in unserem Kreis rosig ausgestattet. Anstelle über eine Pleite der Stadt zu reden, sollten jetzt Änderungen vorgeschlagen werden um mittelfristig mehr leisten zu können. Anstelle negativ über unsere Stadt zu reden, sollte doch die Besonderheiten und Angebote unserer Stadt erläutert werden. Wir haben einen Fachmarkt, der sehr gut angenommen wird. Die Innenstadt ist touristisch reizvoll und viele Gäste besuchen unsere Stadt. Der historische Markt, die Nicolaikirche und die historische Stadtwindmühle sind immer wieder Ziele von Touristen. Erwähnenswert ist auch die Vielzahl der Vereine, die unsere Stadt aufbietet. Hier finden Jugendliche und Interessierte viele Angebote.



4. Wirtschaft und Finanzen - welches wäre Ihr Weg, neuen Mittelstand und neue Unternehmen in Kalkar anzusiedeln und dauerhaft zu binden?

Die Zweckbindung beim Gewerbegebiet Kehrum wird zukünftig wegfallen, so dass dort eine weitere Ansiedlung möglich ist. Ferner soll mehr Nachdruck auf die Anbindung zur A57 über die Verlängerung der B67N verliehen werden. Beim Gewerbegebiet Ost ist noch viel Platz um neues Gewerbe anzusiedeln. Diese Vermarktung soll im Interesse der Stadt zeitnah erfolgen. In diesem Zusammenhang muss die Verwaltung mit Unterstützung des Wirtschaftsförderers die Ansiedlung von Gewerbe interessant machen. Die Reduzierung der Gewerbesteuer auf 399 % bringt aus meiner Sicht nicht den Reiz ein Gewerbe nach Kalkar zu holen. Die Unterstützung bei der Ansiedlung zu unserer Stadt ist viel wichtiger!


Ich bedanke mich bei Herrn Boßmann für die interessanten und aufschlußreichen Antworten.
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1 Kommentar
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Bernhard Ternes aus Marl | 21.04.2016 | 17:11  
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