Wetterexperte Hubert Reyers in Sorge: "Es liegt an uns"

Foto: Heinz Holzbach

Unser Wetterfachmann Hubert Reyers aus Kellen hat heute auf seiner Homepage wetter-niederrhein.de keine gute Wetterbilanz für das Jahr 2011 gezogen. Stattdessen ein leidenschaftlicher Appell, etwas gegen den Klimawandel zu tun:

"Die Wetterextreme nahmen auch 2011 weitweit zu.
Der Niederrhein macht da laut meiner Statistik keine Ausnahme , obwohl wir hier meist gut wegkamen.

Nach der extremen Trockenheit im Frühjahr mit wirklich ungewöhnlich sommerlichen Temperaturen im April und Mai folgte ein nasser Sommer mit lokal extremen Starkniederschlägen bei lokalen Gewittern.
Und jetzt dieser sehr sehr milde Herbst mit einer neuen Trockenheit , wie ich sie um diese Jahreszeit noch nicht erlebt habe.

Seit dem 13. Oktober fielen in Kellen gerade mal 13 Liter Regenwasser pro m².
Normal wären Regenmengen von 75 bis 100 Litern.
Der Rheinpegel und der Grundwasserstand sprechen eine deutliche Sprache.
Hier gibt es aktuell jahreszeitliche Rekordniederigstände.

Jeder Einzelne ist zur Co2 Einsparung aufgerufen um den Klimawandel einzudämmen , und sei die Maßnahme noch so klein.
Auf die EU-Politiker können wir jedenfalls nicht warten und erst recht nicht auf die Amerika , Indien oder China.
Noch stehen wir am Anfang des Klimawandels und haben selber viel in der Hand.

Der Klimawandel steht ganz am Anfang , so dass wir uns und den Nachfolgegenerationen noch viel ersparen können.
In den letzten 30 Jahren lag der Temperaturanstieg am Niederrhein bei gut einem Grad.

Weitere 2 bis 5 Grad sind in den kommenden 90 Jahren möglich , wenn der CO2 Ausstoß nicht deutlich gemindert wird.
Es liegt an uns allen."

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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