5000 Euro für die I.S.A.R-Gruppe

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Lothar Quartier (li) und Sohn Daniel Quartier (re) unterstützten die Hilfsaktion I.S.A.R um Dr. Daniela Lesmeister (Mi) mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro. Dabei wurden sie von Katrin Lasee, (2.v.li) untertsützt. Katja Verfürth (2.v.re) berichtete von ihrem Einsatz im Flüchtlingslager Dadaab. (Foto: Heinz Holzbach)
Da kam im vergangenen Jahr doch ein nettes Sümmchen zusammen: Sage und schreibe 5000 Euro spendeten Kunden, die in der Metzgerei Quartier zur hauseigenen lufttrockenen Mettwurst nach Großvaters Rezept griffen.

„Als wir im vergangenen Jahr mit dem Klever Unternehmerpreis ausgezeichnet wurden, hatten wir die Idee, den Verein I.S.A.R zu unterstützen“, erklärt Lothar Quartier. I.S.A.R - International Search and Rescue - ist eine gemeinnützige Organisation, die Dr. Daniela Lesmeister vor einigen Jahren ins Leben rief. Die Hilfsorganisation ist von der UN anerkannt und unterstützt sowohl bei plötzlichen Großschadensereignissen wie zum Beispiel Erdbeben, hilft aber auch mit einem langfristig ausgelegten Projekt Flüchtlingen, die im weltweit größten Flüchtlingslager Dadaab Zuflucht finden.
Die plötzlichen Ereignisse waren für Lothar Quartier und Sohn Daniel Anlass, sich für I.S.A.R zu engagieren. „Wir hatten in den letzten Jahren auch hier bei uns am Niederrhein zwei Erdbeben. Und das fand ich sehr erschreckend“, begründet der Metzgermeister seine Entscheidung.

5000 Euro - das sind eine Tonne verkaufter Mettwurst oder fünf Euro pro Kilogramm verkaufter Wurst, die in den Spendentopf wanderten. „Unser Dank geht an alle unsere Kunden, die uns und die Aktion so sehr unterstützt haben“, wendet sich Lothar Quartier an seine Kundschaft. Er erzählt, dass das Mettwurst-Rezept vom Großvater stammt. „Es ist ein Hausrezept, als Gewürze werden nur Salz und Pfeffer verwendet.“

Die Wurst nach dem Rezept von Großvater Karl und das Engagement kamen gut an: „Ich habe nur positive Resonanz erlebt. Viele Kunden haben die Wurst nicht nur aber vor allem wegen der Hilfsaktion gekauft. Auch die niederländischen Kunden haben uns gerne unterstützt“, berichtet Katrin Lasee vom Quartier-Team.

Daniela Lesmeister weiß schon jetzt, wofür das Geld im kommenden Jahr ausgegeben wird. Denn Katja Verfürth, 27, Krankenschwester, kommt soeben aus dem Flüchtlingslager Dadaab zurück. Eine Woche lang hat sie sich dort aufgehalten, hat Tipps und Ratschläge gegeben und Mitarbeiter der gynäkologischen Abteilung in die Arbeit mit einem Fetaldoppler eingewiesen. Ein Instrument, mit dem die kindlichen Herztöne im Mutterleib abgehört werden können.

„Im Flüchtlingslager leben rund eine Million Menschen. Es gibt eine Gynäkologie, dort habe ich geholfen“, erzählt Katja Verfürth. I.S.A.R hilft nicht nur mit Manpower, sondern auch mit Wasser, Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten. Medikamente und Wasser werden vor Ort eingekauft. „So unterstützen wir auch die Wirtschaft in Somalia“, so Daniela Lesmeister. Bevor Katja Verfürth zum Hilfseinsatz aufbrechen konnte, absolvierte sie eine Fortbildung der UN. Auch eine Feuerwehr-Grundausbildung gehört zum Muss für den, der zum I.S.A.R-Einsatz aufbricht. Im kommenden Frühjahr wird Katja Verfürth wieder eine Woche Urlaub opfern, um die Menschen im Flüchtlingslager Dadaab zu unterstützen.

Wer die ehrenamtliche Arbeit der Hilfsorganisation unterstützen möchte, findet Informationen zur Arbeit des gemeinnützigen Vereins im Internet unter www.isar-germany.de
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