Berufe rund um die Gesundheit bieten gute Chancen

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(Foto: Kreis Wirtschaftsförderung)
„Eine Medizinische Fachangestellte darf sich um so manches sorgen. Sie sollte allerdings stets davon ausgehen, dass es einen anspruchsvollen Arbeitsplatz für sie gibt – anspruchsvoll, das heißt mit der Chance auf Fortbildung, auf Perspektive, vielleicht sogar Karriere.“ Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers betonte dies unlängst, als er auf der Wasserburg Rindern vor etwa 30 jungen, eben erst mit ihren Zeugnissen ausgestatteten Medizinischen Fachangestellten sprach. Dr. Wolfram Althoff, der Ausbildungsbeauftragte der Kreisstelle Kleve der Ärztekammer Nordrhein, hatte die Veranstaltung koordiniert. Und alle, die dieser runden Feier auf der Wasserburg Rindern beiwohnten, waren sich einer Tatsache bewusst: Die Gesundheitswirtschaft braucht mehr denn je junge Leute, die ihren Beruf in genau diesem Segment suchen.

Bedeutende Arbeitgeber im Kreisgebiet

Wenn der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in diesen Tagen feststellt, dass bundesweit 60.000 Kräfte in der Pflegebranche gesucht werden, dann lässt sich diese Meldung auch auf den Niederrhein beziehen. Bereits heute ist jeder sechste Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kreisgebiet im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt. Zu den bedeutendsten Arbeitgebern zählen die Katholischen Kliniken im Kreis Kleve, die mit mehr als 20 eigenen Einrichtungen, davon sieben Krankenhäuser bzw. Kliniken, 2.500 Mitarbeiter beschäftigen. 1.600 Mitarbeiter sind bei den Landeskliniken Bedburg-Hau tätig, die jährlich mehr als 50.000 Patienten behandeln. Über 2.000 Mitarbeiter, davon 335 in der Betreuung und Verwaltung, stehen für das Haus Freudenberg mit seinen acht Niederlassungen zwischen Kranenburg im Norden bis rauf nach Geldern und Issum-Oermten im Süden des Kreises Kleve. Kurzum: Die Gesundheitswirtschaft ist bereits heute ein unübersehbarer Faktor bei der Beschäftigung.

Erfüllung in der Gesundheitsbranche

13.881 oder 16,8 Prozent aller Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, so zeigt die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve auf,sind zur Zeit in der Gesundheitsbranche beschäftigt. Während die Bundesagentur für Arbeit in den letzten Jahren ein Anwachsen der Zahl der Dienstleistungsberufe um sechs Prozent feststellte, haben die Berufe rund um das Thema Gesundheit um 21 Prozent zugenommen. Vier von fünf Beschäftigten in den Gesundheitsberufen sind Frauen, so stellt die Agentur für Arbeit dar. Da der Anteil der im Kreis Kleve beschäftigten Frauen erkennbar niedriger ist als auf Landesebene, bietet auch das eine Hoffnung auf Lösungsansätze. Die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve jedenfalls ist sicher, dass man motivierend Einfluss nehmen sollte auf junge Menschen, sich den Herausforderungen der demographischen Entwicklung zu stellen. Die Menschen werden immer älter, und der Pflegebedarf auch im Kreisgebiet dadurch höher.
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