Dr. Martina Scherbaum erfasst im Kreisgesundheitsamt die MRSA-Daten aus den Kreis Klever Kraneknhäusern. Foto: Heinz Holzbach (Foto: Heinz Holzbach)
MRSA ist die Abkürzung für Methicillin-Restinter-Staphylkokkus aureus. Vor allem in Krankenhäusern sorgt der Keim immer wieder für Aufregung. Infizieren sich Patienten, ist die Behandlung langwierig und teuer. Um Infektionen vorzubeugen, hat die Medizinerin Dr. Martina Scherbaum, Kreisgesundheitsamt, ein MRSA-Netzwerk ins Leben gerufen. Dem Netzwerk gehören alle Kraneknhäuser im kreis Kleve, aber auch die Vorsitzende der KV und der Vorsitzende der Ärztekammer des Kreises Kleve für die niedergelassenen Ärzte an. Das Netzwerk dient einerseits dem Meinungs- und Wissensaustausch, hält zum anderen aber auch aktuelle Fallzahlen bereit und beschäftigt sich mit vorbeugenden Maßnahmen. Im Kreisgesundheitsamt laufen die Informationen zusammen, die von Martina Scherbaum verwaltet und aufbereitet werden. „Rund 20 Prozent der Bevölkerung sind Träger des nicht resistenten Staphylokokkus aureus (SA). Bei dieser Form der Besiedlung droht in der Regel keine vermehrte Infektionsgefahr“, so Scherbaum. Untersuchungen in Deutschland deuten darauf hin, dass ein Fünftel dieser Bakterien resistent gegen viele Antibiotika sind, d. h., dass es im Falle einer Infektion zu erheblichen Behandlungsproblemen kommen kann. Im Kreis Kleve sind demnach rund 12 400 Personen Träger des gefürchteten Keimes. „Von 1990 bis 2001 kam es in Deutschland zu einem deutlichen Anstieg von resistenten Staphylokokken (MRSA) von unter zwei auf 20 Prozent“, so Scherbaum. In den Krankenhäusern sorgen ausgebildete Hygienefachkräfte für die Umsetzung der vom Robert-Koch-Institut formulierten Vorgaben. „Händehygiene ist das A und O“, beschreibt Carmen Böttcher, Leiterin der Hygienefachabteilung für alle Kreis Klever Krankenhäuser, eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen. „Wir gehen unangemeldet auf die Stationen, beobachten die Umsetzung der Hygienevorgaben und geben Anleitung, wie es, wenn nötig, besser gemacht werden kann.“ Sie begegnet einem gängigen Vorurteil: „Diese Keime werden von außen in die Krankenhäuser eingeschleppt – wir reagieren auf diese Tatsache, indem wir Risikopatienten schon bei der Aufnahme Abstriche entnehmen. Die werden dann in einem mikrobiologischen Fachlabor auf MRSA untersucht.“ Zu den Risikogruppen zählen Dialysepatienten, aber auch Diabetiker oder Patienten mit offenen Wunden. Um das Übertragungsrisiko zu senken, sollten Besucher vom Desinfektionsmittel am Eingang des Klever Krankenhauses Gebrauch machen. „Die ganze Hand mit dem Mittel benetzen, Ringe am besten ausziehen und das Mittel gründlich einreiben“, bittet Carmen Böttcher. Am 5. Mai ist der nationale Tag der Händehygiene. Das Kreisgesundheitsamt bereitet eine Ausstellung vor. In allen Krankenhäusern wird es themenbezogene Aktionen geben.
Was nützen Hygienevorschriften, wenn sie nicht beachtet werden!
Als Beispiel möchte ich eine Krankenhaus-Dialyse nehmen.
Am Zimmereingang und im Zimmer sind Desinfektionsspräher angebracht.
Die werden auch benutzt, aber nach dem desinfieren der Hände, werden gedankenlos hier und da noch einige Arbeiten gemacht um dann den Patient von der Dialysmaschine abzuhängen. Beim ziehen der Dialysenadeln aus dem Shunt tritt immer etwas Blut aus der Einstichstelle heraus. In diesen Moment ist höchste infektionsgefahr. Ich habe mir zur Regel gemacht, dem Personal immer wieder auf diese Vorschrift hinzuweisen. Die Antworten des Personals, die ich darauf offt bekomme. möchte ich hier garnicht wiedergeben.
Leider ist es heute so, das man sich auf das Krankemhauspersonal nicht immer
verlassen kann.
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