„Kinderfinder“ kann Leben retten

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Landrat Wolfgang Spreen und Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer stellen den neuen Flyer und den Aufkleber (hier in Großformat) vor
Ein gelber, reflektierender Aufkleber soll künftig möglichst auf allen Kinderzimmertüren im Kreis Kleve kleben. Wie ein Verkehrsschild im Dreieck geformt, stellt der Aufkleber zwei Kinder, begleitet von der Feuerwehr, dar. Klebt er auf der Tür, soll er im Brandfall signalisieren „Achtung: Hier sind Kinder!“. Dazu ist es wichtig, dass der Aufkleber außen auf das untere Drittel der Kinderzimmertür geklebt wird, denn Brandrauch steigt hoch und oben an der Türe wäre der Aufkleber nicht so gut zu entdecken.

Für die Feuerwehr ist es oft schwer festzustellen, ob und wo sich noch Kinder in einem brennenden Gebäude befinden. Kinder wissen nicht, wie sie sich bei einem Brand verhalten müssen und verstecken sich manchmal sogar vor den Flammen, anstatt auf sich aufmerksam zu machen. Entscheidend sind dann Minuten und hier kann der Kinderfinder den Feuerwehrleuten den wichtigen Hinweis auf vielleicht noch im Haus verbliebene Kinder geben.

Der Aufkleber ist in einem Informationsfaltblatt ablösbar angebracht. In 8 Sprachen informiert der Flyer über die Bedeutung des Aufklebers und die Anbringung an der Kinderzimmertür. In den kommenden Monaten wird der Flyer von den Feuerwehren im Kreis Kleve im Rahmen der Brandschutzerziehung an Kindergärten und Grundschulen verteilt. Außerdem ist er in den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden und an der Information der Kreisverwaltung kostenlos erhältlich.

Brandschutzunterricht

Im Rahmen der Brandschutzerziehung durch die Feuerwehr lernen die Kinder, wie sie Brandursachen erkennen und beseitigen können. Wie schnell ein Feuer ausbrechen kann, ist besonders Kindern nicht klar. Sie lernen Brände zu verhindern und wenn es einmal brennt, sich richtig zu verhalten. Dazu gehört auch, dass sie den Notruf 112 kennen und wissen, wie man ihn richtig absetzt.

Die Feueralarmübungen an Schulen zählen übrigens auch zur Brandschutzerziehung. Kinder müssen die Signale kennen und richtig deuten. Im Ernstfall sind sie dann gut gerüstet.
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