Verspätung bei Nordwestbahn

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(Foto: Klaus Schürmanns)

Kleverland. Während der Bauarbeiten an der Strecke der NordWestBahn-Linie RE 10 „Niers-Express“ mussten sich Reisende auf leichte Fahrzeitverlängerungen durch eine Umleitung einstellen. Weil die DB Netz allerdings bestimmte Streckenabschnitte vielfach nicht zu den vereinbarten Zeiten für die Züge der NordWestBahn freigibt und andere Züge vorlässt, entstehen aktuell massive Verspätungen und Einschränkungen für die Fahrgäste zwischen Düsseldorf und Kleve.

Aufgrund von Bauarbeiten der DB Netz zwischen Krefeld und Neuss werden die Züge der NordWestBahn vom 22. August bis zum 25. September über die rechte Rheinseite und südlich an Duisburg vorbei umgeleitet. Planmäßig kann die NordWestBahn dadurch den Halt in Meerbusch-Osterath nicht bedienen, entlang der gesamten Strecke zwischen Kleve und Düsseldorf sollte es zu kleinen Fahrzeitverschiebungen kommen – diese Veränderungen im Fahrplan waren zwischen NordWestBahn und dem Infrastrukturbetreiber DB Netz für jeden Zug genau vereinbart und an die Fahrgäste kommuniziert worden.

Seit Beginn der Umleitung weisen allerdings die dortigen Fahrdienstleiter und Streckendisponenten der Deutschen Bahn den halbstündlichen NordWestBahn-Zügen immer wieder nicht die vereinbarten Durchfahrtzeiten zu. Stattdessen werden dann dort verkehrende Güterzüge vorgelassen. Bei der NordWestBahn führt dieses Vorgehen seit Samstag, 22. August immer wieder zu Verspätungen, teilweise von bis zu 45 Minuten und darüber.

„Wir haben die DB Netz AG nachdrücklich und auch schriftlich aufgefordert, eine geeignete Lösung für dieses Problem zu finden und sicherzustellen, den abgestimmten Fahrplan einzuhalten“, berichtet Hark Neumann, Regionalleiter Niederrhein/Ruhr bei der NordWestBahn. Auch die regionale Politik wurde über die Situation informiert und in die Lösung eingebunden. Einige Reisende hatten sich auch schon selbst an ihre Abgeordneten gewandt.

„Wir können die Verärgerung unserer Fahrgäste sehr gut verstehen. Wir stehen in engem Kontakt mit der DB zur Lösung des Problems“, erklärt Hark Neumann. „Nach ersten Gesprächen hat sich die Lage bereits etwas verbessert. Die Erwartungen der NordWestBahn und der Fahrgäste des Niers-Express sind aber noch lange nicht erreicht. Wir hoffen, dass sich die Lage in den nächsten Tagen der Bauarbeiten stabilisiert und die DB sich mit geeigneten Maßnahmen an ihre Vereinbarung hält.“
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Klaus Hegmanns aus Kempen-Tönisberg | 02.09.2015 | 18:54  
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