Wilhelm-Frede-Schule wird Heimat für die jüngsten Gesamtschüler

Wann? 28.11.2013 18:00 Uhr

Wo? Wilhelm-Frede-Schule , Eichenallee 1, 47533 Kleve DE
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Annette Wier, Schulamt der Stadt Kleve, Jürgen Schmitz, Leiter der Klever Gesamtschule und Stefan Püplichuisen, Abteilungsleiter Gesamtschule, informierte zu Themen der Klever Gesamtschule
Kleve: Wilhelm-Frede-Schule | Enthusiasmus ist gefragt, auch eine Menge Phantasie – und genaue Planung. In der Gesamtschule Kleve stellt sich das Lehrerkollegium auf einen neuen Abschnitt in der kurzen Schulgeschichte ein. Ab Sommer 2014 werden die Fünftklässler in der Wilhelm-Frede-Schule unterrichtet. Die bisherige Hauptschule in Rindern wird auf Dauer den Fünft- und Sechstklässlern Schulheimat werden.

Schulleiter Jürgen Schmitz lobte in dieser Woche sowohl die Ausstattung der Schule als auch die freundliche Aufnahme des Gesamtschulkollegiums. „Diese Schule bringt alles mit – eine Schule im Grünen, die uns und den Schülern alle Möglichkeiten eröffnet“, so Schmitz. Und auch die pädagogischen außerschulischen Gegebenheiten könnten sich sehen lassen: Einer Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal, dem Museum Kurhaus oder dem Tiergarten stünde nichts mehr im Wege. „Hier können wir die gesamte Bandbreite abdecken“, so Schmitz.

Die Leitung der „Abteilung“ hat Sonderschulpädagoge Stefan Püplichuisen übernommen. Der ausgebildete Sonderschulpädagoge bringt eine Menge Erfahrung mit: In Straelen war er mit dem Aufbau und der konzeptionellen Ausgestaltung des Gemeinsamen Unterrichts betraut, eine Aufgabe, der er sich seit 2006 auch im Schulamt für den Kreis Kleve widmete. Als Mitglied im Gründungskollegium der Klever Gesamtschule gestaltete Püplichuisen auch die Anfänge und die pädagogische Ausrichtung der Schule mit. Zum Konzept gehört von Beginn an der Gemeinsame Unterricht. „Eine Schule des Behaltens“, formuliert Schulleiter Schmitz die Intention, kein Kind zurückzulassen, alle zum individuell höchstmöglichen Schulabschluss zu führen. Beziehungsaufbau heißt das Schlüsselwort, dem sich das Kollegium verpflichtet fühlt. Beziehung sei der Anfang von allem. Auf diesem Weg würden auch die Eltern mitgenommen, auch auf ihre Mitarbeit werde viel Wert gelegt.

In diesem Kollegium zu arbeiten heißt für jeden einzelnen Lehrer, Abschied zu nehmen vom Alleinkämpfertum. „Den Einzelkämpfer wollen wir nicht mehr“, sagt Schmitz. Im Team arbeiten schon die beiden Klassenlehrer. In den Klassen mit Gemeinsamem Unterricht ist in der Regel einer der Klassenlehrer Sonderschulpädagoge. Unterricht wird gemeinsam vorbereitet. Für die Eltern steht vier Mal im Jahr je eine halbe Stunde für ein intensives Gespräch zur Verfügung. „Und das wird wertschätzend geführt. Es geht nicht in erster Linie um das, was das Kind nicht kann“, erläutert Püplichuisen.

Eltern, die ihre Kinder zum neuen Schuljahr für den Besuch der Gesamtschule anmelden möchten, können am Donnerstag, 28. November, 18 Uhr, die Wilhelm-Frede-Schule in Augenschein nehmen. Neben der Schulleitung beantworten auch weitere Pädagogen anstehende Fragen.

Und so geht’s weiter: Das große Stühlerücken ist für den 1. August 2018 geplant. Die Sekundarschule zieht vom ehemaligen Johanna-Sebus-Gymnasium ins Gebäude der Realschule an der Hoffmannallee um, die Gesamtschüler von der Realschule zum Johanna-Sebus-Gymnasium. Bis dahin muss das Johanna-Sebus-Gymnasium renoviert, unter Umständen ein Anbau erstellt werden, so Annette Wier, Schulamt der Stadt Kleve.
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Jens-Uwe Habedank aus Kleve | 22.11.2013 | 13:22  
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