Passen die Neubauten zu der bestehender Bebauung in der Umgebung der Kavariner-, Hafen-, Ludwig-Jahn- und Minoritenstraße?

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Koekkoekhaus
Kleve: Zentrum Kleve |

An der Karvarinerstraße stehen das klassizistische Koekkoekhaus, der ehemalige Gaststätte Zum Kurfürsten im schlichten Stil des Historismus und das Jugendstilhaus von Rexing. In der Hafenstraße dominieren das Pelzer-Haus, das der Architekt und Kirchenbaumeister Franz-Ludwig Pelzer um 1850 im neugotischen Stil errichtet hat und das Haus daneben im Stil des Historismus. An der Ludwig-Jahn-Straße stehen keine auffälligen Bauten. Holzland Dorsemagen ist hier zu Hause. Früher lag seine Werkstatt unweit des Hafens. Das Holz, das er bestellt hat, wurde mit dem Schiff nach Kleve gefahren. Deshalb war die Lage seines Geschäftes günstig. Nichts erinnert mehr an früher. An seiner Stellte steht nun ein modernes Gebäude.
An der Minoritenstraße stehen das große Bürogebäude der Deutschen Bank und Techniker Krankenkasse und das neue Rathaus und am Koekkoekplatz der neugotische Dr-Arntz-Turm (Anfang 2. Hälfte des 19. Jh.) im Stil der Neu-Gotik.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde dieser Teil von Kleve bombardiert und gingen viele Altbauten verloren. Nach dem Krieg wurden Neubauten errichtet, die schnell bezugsfähig sein mussten, bei deren Planung keine besondere Baustille berücksichtigt wurden, aber Fassaden mit Fenstern und Türen und eine Bedachung vorrangig waren.

Klassiszismus hat als besondere Merkmale: Symmetrie des Baukörpers, geometrische Formen der Fenstereinfassungen und Säulen.
Neugotik ist die Wiederbelebung der Gotik. Bei der Gothik wurden die Fassaden der Kirche hoch aufgemauert. Für die Statik wurden Strebepfeiler, Säulen, (Rippen)-Gewölbe mit Gurtbogen und Diensten und Spitzbogen gebaut. Als Ornamente waren Maßwerk und Kleeblattformen beliebt. Die gotischen Wohnhäuser waren nicht so hoch und besaßen deshalb die Hilfsmittel der Statik nicht. Sie waren mit Treppengiebeln, Mauernischen und Friesen geschmückt.
Historismus ist der Baustil, wobei Merkmale der historischen Stilrichtung durcheinander angewandt werden.
Jugendstil kennzeichnet sich durch seine geschwungenen Linien, Asymmetrie, geometrische (Wiener Richtung) und florale und Fauna-Ornamente. Der Rundbogen ist dabei beliebt.

Die neue Volksbank hat Merkmale des Klassizismus: Symmetrie und Säulen und passt deshalb zu seiner Nachbar an der Überseite, dem Koekkoekhaus.
Die ehemalige Gaststätte 'Zum Kurfürsten' passt zu dem Historismus Haus an der Hafenstraße. Der Neubau daneben sieht bis jetzt ziemlich gleich aus, aber ich bin gespannt, ob die Putzornamente auf der Fassade der Gaststätte auch auf die Frontfassade des Neubaus angebracht werden.
Das Bürogebäude der Deutschen Bank und Techniker Krankenkasse hat zwar symmetrische Merkmale, aber die Symmetrie wird durch den Eingangstor für Autos, das Fehlen der Dachfenster an der linken Seite und die vier abgewinkelten Gebäudeteile durchbrochen. An allen Gebäudeteilen sind ein Mal Fensterachsen über die Dachtraufe hochgezogen und sehen wie Dachgiebel aus. Im "Dachgiebel" des ersten und letzten Gebäudeteils befindet sich ein zweiflügeliges Rundbogenfenster. Die Fassaden sind weiter mit Zierverbänden aufgegliedert: eine Art Stromschicht und Sägeschichten. Interessant ist die Seitenfassade mit Nischen, Balkonen und Rosettennische. Durch die Fassadengliederung passt dieses Gebäude zu den Altbauten in der Nähe.
Wohin mit dem neuen Rathaus? 21 Fensterachsen, 17 in einer Längsseite, 4 in einem anschließenden Block. Dieser ist über die Traufe der Längsseite hochgezogen und hat über 4 Bauschichten die gleichen Fenster. Dieser Teil ist mit einem abgeflachten Schilddach mit Dachhäusern gedeckt und durchbricht damit eine monotone Beschaffenheit. Die Frontfassade stößt an das alte Kloster und beißt es leider mit seinem Stil.
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