Herren 3 gewinnen das Endspiel in Kleve in Overtime und steigen in die Bezirksliga auf

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Kleve: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium | Was war das fürr ein Saisonfinale? Was für eine Dramatik? Alfred Hitchcock hätte wahrlich keine bessere Regie führen können. Bereits die Augangslage versprach Spannung pur. Am letzten Spietag der 1. Kreisliga mussten die Herren 3 als Tabellenführer mit einer Bilanz von 12 Siegen und einer Niederlage zum Tabellenzweiten, der Zweiten Mannschaft vom VfL Merkur Kleve, die ihrerseits 10 Siege und zwei Niederlagen aufwies. Das Hinspiel hatten die Duisburger mit 74:72 in der Verlängerung gewonnen. Klar war, nur der Sieger der Partie würde Kreismeister werden und in die Bezirksliga aufsteigen. Also ein Endspiel im wahrsten Sinne des Wortes. Und die 40 Minuten erfüllten die Erwartungen in vollem Umfang.

Das erste Ausrufezeichen setzen die Duisburger Mitte des ersten Viertels, als Deha Özay und Robert Gerhards mit drei Dreiern in Folge einen 7:4 Rückstand in eine 7:13 Führung umwandelten. Nach einer Auszeit der Gastgeber war es dann der griechische Aufbauspieler Tsironis, der bereits im Hinspiel sieben Dreier geworfen hatte, der nun mit zwei Dreiern zum Ausgleich antwortete. Coach Andreas Rimpler reagierte umgehend, brachte Aydin Türkeli, der die Aufgabe bekam, die Kreise des Aufbauspielers weitgehends einzuengen. Eine Aufgabe, die Türkeli mit Bravour erfüllte und dem Aufbauspieler nur noch drei weitere Dreier erlaubte. Die Westler jedenfalls konnten mit einer knappen 15:16 Führung in die erste Viertelpause gehen.

Bis Mitte des zweiten Viertels blieb die Partie ausgeglichen, dann waren es wieder die BGler, die mit einem 0:9-Lauf sich erstmalig etwas auf 21:30 absetzen konnten. Weil man konzentrierter verteidigte und die Fehler der Gastgeber besser ausnutzte. Die Führung konnten die Duisburger in der Folge souverän bis in die Halbzeit (27:36) halten.

In der Halbzeit wies Coach Rimpler daraufhin, dass man sich auf dem Vorsprung nicht ausruhen dürfte, dass man weiter aggressiv verteidigen müsse. Bis zur Mitte des Viertels konnten die Duisburger die Führung leicht auf 34:46 ausbauen. Doch dann waren es die Gastgeber, die ihrerseits einen 8:0-Lauf erwischten und die Partiee wieder richtig spannend machten. In dieser Phase machte sich die Erfahrung und das Selbstvertrauen der westler bezahlt, die nun nicht die Nerven verloren, nicht hektisch wurden, sondern weiter die Ruhe bewahrtenund ihrerseits mit einem kleinen 0:5-Lauf zum 42:51 antworteten; eine Führung, die bis zum Viertelende (51:55) gehalten werden konnte.

Und im vierten Viertel nahm die Partie dann richtig Fahrt auf. Die Klever kämpften mit dem Mut der Verzweifelung gegen die drohende Niederlage kämpften sich bis Mitte der Viertels ran und konnten fünf Minuten vor Ende mit 63:61 zu ersten Mal seit dem Beginn der Partie wieder in Führung gehen. Und wieder zeigten die BGler ihre Nervenstärke antworten durch Robert Gerhards mit einem Dreier zum 63:64. Drei Minuten vor Ende gelang den Gastgebern ein kleiner 4:0 Lauf zum 69:65, den nun der Duisburger Aydin Türkeli mit seinem insgesamt zweiten Dreier beantwortete. In den folgenden Sekunden konnte sich keine Mannschaft mehr absetzen. Drei Sekunden vor Schluss hatten die Westler dann bei 74:74 zwei Matchbälle in Form von Freiwürfen. Doch der Ball wollte nicht in den Korb.

Und so musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Doch im Gegensatz zum Hinspiel, als der entscheidene Treffer für die Westler erst in den letzten Sekunden der Verlängerung fiel, wollten die BGler nun frühzeitig die Entscheidung herbeiführen. In der Defense wurde noch aggressiver und konzentrierter verteidigt, einfache Fehler vermieden und in der Offense drehte nun vor allem Tobias Jansen, der den mit fünf Fouls ausgeschiedenen Center Daniel Syska vertreten musste, richtig auf, und sorgte mit vier Punkten zur vorentscheidenden 76:82 Führung. Der Widerstand der Gastgeber war damit endgültig gebrochen und die Duisburger brachten routiniert den Sieg mit 80:88 über die Zeit.

Coach Andreas Rimpler war nach dem Schlusspfiff sichtlich geschafft und überglücklich. "Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die die Abgänge des Topscorers Tolga Türk und des überragenden Centers Tobias Ludwig erstklassig weggesteckt hat; die im Training immer wieder gut mitgezogen hat; und die neben der spielerischen Klasse vor allem Nervenstärke und Ruhe bewahrt hat, so dass ich als Trainer immer das sichere Gefühl behalten habe, das Spiel und damit auch die Meisterschaft am Ende zu gewinnen."

Es spielten
Deha Özay (26 Punkte/2 Dreier), Aydin Türkeli (14/2), Robert Gerhards (12/3), Daniel Syska (12), Walon Shabani, Tobias Jansen (je 8), Lukas Morwaski (4), Dennis Walther, Sven Pauls (je 2), Marc Krenz
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