Welch ein Tag... Tee trinken

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Welch ein Tag... mit Tee trinken...

Aus meinem Tagebuch

Samstag, 7. März 2015

Nach dem Frühstück haben wir gemeinsam mit meinem Mann zu Hause sauber gemacht. Dann habe ich ihn bis zum Geschäft im Auto mitgenommen, weil er Fleisch zum Grillen kaufen wollte. Das Wetter war schön! Die Sonne schien. Ich versprach so nach 2-3 Stunden zu Hause zu sein. Vorsorglich sagte ich jedoch, dass ich nicht genau wüsste, wie lange diesmal meine Termine dauern würden. Auf den Grillnachmittag freute ich mich schon, sagte zu meinem Mann jedoch, dass er nicht auf mich warten sollte. Es war ca. 11.00 Uhr.

Zuerst fuhr ich zur Bank, um einige Überweisungen zu tätigen und anschließend in das Vereinsbüro, wo ich einige Aufgaben zu erledigen hatte. Auf dem Boden fand ich ein Brief vor und einen Zettel, wo ...

Auf dem Anrufbeantworter waren Anmeldungen zum Frauenfrühstück: die Namen trug ich in die Anmeldeliste ein.

Endlich kam ich zur eigentlichen Sache: ein Zeugnis zu schreiben. Es klopfte jemand am Fenster: mein Auto, das auf dem Parkplatz stand, hat "verraten", dass ich im Büro bin. Es folgte nur "eine kurze Frage", die länger dauerte. Nach dem Teetrinken folgte der Abschied.

Das Zeugnis war im "groben" fertig.
Es nahte mein langersehnter Termin, worauf ich mich die ganze Woche schon freute: Fußpflege. Dort musste ich kurz warten, das jedoch ausreichte, um ein weiteres Problem von einer Frau, die ich dort traf, anzuhören. In ihrer Wohnung ist schon seit längerem Schimmel, die Hinterwand ihres Kleiderschrankes ist verfault. Sie war der "deutlichen" Deutsch- Amtssprache nicht mächtig und bat mich, einen Brief an den Vermieter zu schreiben. Die Angaben (Anschrift, Fakte etc. ) bekam ich auf einem Zettel mit.

Danach war ich wieder im Büro, schrieb das Zeugnis fertig.
Es klopfte am Fenster: es kam eine junge Frau herein, die erst seit Kurzem verheiratet war. Sie war sehr niedergeschlagen: es folgte ein Gespräch mit Teetrinken. Sie ging dankend aufgeheitert. Dann rief ich die Frau an, deren Zeugnis ich geschrieben habe: sie kann ihr Zeugnis abholen. Sie kam, es folgte ein Gespräch mit... Teetrinken. Sie ging.

Ich fing an, den Brief wegen dem Schimmel zu schreiben.

Es klopfte am Fenster: es war ein junger Mann, ein Ausländer, den ich seit Längerem kannte. Er war blass, seine schwarzumrandete rote Augen und sein gesamtes Äußeres ließen vieles über sein Zustand sagen. Er wollte mich sprechen. Er besucht einen Deutschkurs, bezahlte für einen Monat und benötigte jetzt ein Lehrbuch und eine weitere Zahlung für den nächsten Monat, die er nicht aufbringen kann und es geht ihm nicht gut, weil.... Ich versprach ihm, mich um seine Sache zu kümmern. Es gibt eine Stiftung, wo ich diesen Fall schildern werde, die sicherlich weiter hilft. Er erzählte... Ich habe ihm einen Tee angeboten, er hat dankend verneint. Ich war froh darüber, aber zu früh. Ein wenig später sagte er, dass er doch einen Tee trinken wolle, denn draußen war es inzwischen nicht nur dunkel, sondern auch kalt. Bis er den Tee kochte und uns einen Tee einschenkte, habe ich den Schimmelbrief fertig geschrieben, gelesen, die Frau mit der Schimmelwohnung angerufen, den Brief vorgelesen. Sie bat mich den Brief auszudrucken, denn zu Hause hat sie keinen Drucker. Mit Tausenddank von ihr verabschiedeten wir uns.

So jetzt ist für heute Schluss. Ich will nach Hause...

Den jungen Mann brachte ich in meinem Wagen zum Asylheim. Zum Abschied verabredeten wir im Auto das weitere Vorgehen und einen neuen Termin. Für den morgigen Weltfrauentag wollte er mir ein besonderes Geschenk demnächst kaufen "egal, was Sie sich wünschen". Ich hatte einen Wunsch: er solle sich um sich kümmern, z.B. für sich ein leckeres Essen kochen, warme Kleidung anziehen etc. Nie würde er mir meine Güte vergessen: ich habe doch nichts Besonderes gemacht: einen Schimmelbrief geschrieben während er mir etwas erzählt hat. Den Tee hat er ja selber gekocht.

Um 20.00 Uhr war ich zu Hause: das Grillfleisch war kalt, schmeckte aber köstlich. Mein Mann schüttelte nur den Kopf, wünschte einen guten Appetit (den hatte ich). Die Wäsche hatte er schon aufgehängt. Er kochte für mich einen heißen Tee!....

Anschließend schauten wir gemeinsam den nächstem "Tatort" an.

Mann, geht es ja denen in diesem Film schlecht...

Morgen kann ich lange schlafen. Ich freue mich auf das Frühstück und auf den leckeren... Kaffee! Das Leben ist schön!

Nur noch schnell im russischen Facebook schauen, was meine Freunde mir geschrieben haben. Es waren 45 Nachrichten. Die wichtigsten habe ich beantwortet.

Nur noch schnell in mein Tagebuch aufschreiben, was ich alles heute so erlebt habe.
War das alles? Ja. Es ist 00:12 Uhr. Gute Nacht!
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2 Kommentare
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Rosa Ananitschev aus Hemer | 16.10.2015 | 12:54  
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Julia Weber aus Kleve | 16.10.2015 | 13:06  
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