‘Advent, Advent, hm, was liegt da Leck’res auf meinem Teller?‘ - eine kulinarische Stadtführung in Kranenburg

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  Gestern gab es eine kulinarische Stadtführung durch den historischen Stadtkern von Kranenburg. Diese war der Adventszeit gewidmet.
Lydia Welbers mit ihrer Enkelin Hannah Hickl informierten über die in der Adventszeit gebräuchliche Gegenstände und beliebte Leckereien, und sie deklamierte Gedichte. Ihre Enkelin verteilte Kostproben unter die Gäste.
Vitus Budde führte die Gäste durch den historischen Stadtkern und erzählte darüber.
Ich begleitete sie als Fotograf und Bürgerreporter von Lokalkompass.
Es gab fünf Stationen, an welchen Lydia Welbers kulinarische Themen erläuterte, etwas vorlas oder ein Gedicht (auf Plattdeutsch) deklamierte.
Station 1 war im Wartesaal des ehemaligen Bahnhofs. Dabei lud Lydia Welbers ihre Gäste zum Kaffeetrinken ein. Es gab dabei verschiedenes zum Essen. Auch Weckmänner, ein typisches Martinsgebäck. Auf Plattdeutsch deklamierte Lydia Welbers ‘Dij Kerstmes-Blumm‘. Dieses Gedicht bezieht sich auf den Weihnachtsstern, eine Pflanze, die oft als Geschenk in der Adventszeit mitgenommen wird.
Nach dem Essen gingen die Gäste mit Vitus Budde nach draußen. Da erzählte er etwas über das Entstehen des Städtchens, und wie es an seinen Namen kam. Danach ging es durch die Bahnhofstraße zum Mentrophaus, das einzige Jugendstilhaus im Ort. Weiter ging es über den Rütterswall an der Stadtmauer entlang zum Markt. Hier war Station 2. Lydia und ihre Enkelin warteten schon auf die Gäste. Auf diesem Platz stand, wie immer in der Adventszeit, ein geschmückter Weihnachtsbaum. Vor diesem Baum erzählte sie über die Geschichte des Weihnachtsbaums. Der Brauch datiert aber erst ab dem 18. Jh. Der Stern steht als Symbol für den Stern, welcher den ‘Weisen aus dem Morgenland‘ den Weg zur Krippe wies; die Kerzen als Symbol für das Licht Jesu. Anfangs war der Schmuck schlicht: Äpfel, Nüsse, Lebkuchen wurden an die Zweige gehangen. Davon wurden Kostproben unter die Besucher verteilt. Vor dem Weihnachtsbaum las Lydie Welbers das Gedicht ‘Advent‘ von Rainer Maria Rilke vor.
Station 3 war in der Stifts- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul. Unterwegs wurde die Geschichte des ‘Heiligen Wundertätige Kreuzes‘ erzählt. Diese steht in dem Kreuztürmchen neben dem Kreuzaltar in der Kirche. Das Thema in der Kirche war der ‘Adventskranz‘. Im Chorraum in der Kirche gab es einent. Lydia informierte über den Namen Advent (Erwartung) und den Hintergrund des Kranzes: jede Woche brennt eine Kerze mehr als Symbol der steigenden Erwartung der Geburt Jesu Christi, das Licht der Welt. Das Grün der Tanne ist die Farbe der Hoffnung und des Lebens.
Station 4 war vor dem Pastorat. Es war schon finster geworden, und die Stifts- und Wallfahrtskirche schon beleuchtet. Vor einem der beiden im Zweiten Weltkrieg beschädigten Wasserspeier hat Lydia Welbers sich aufgestellt und mit Taschenlampe beleuchtete sie die Sachen, die sie für ihre Präsentation nötig hatte. An dieser Station ging sie auf den Adventskalender ein. Hannah dürfte das Türchen des 14. Dezembers öffneten, das Schokolädchen herausnehmen und essen. Die Gäste bekamen eines aus einer Tüte.
In der Adventszeit sind verschiedene Arten Plätzchen, Lebkuchen und Aachener Printen, Spekulatius und die niederländischen ‘pepernootjes‘ beliebt. Die Gäste bekamen davon Kostproben. Außerdem gab es einen alkoholfreien Punsch.
Die letzte Station, die Nummer 5, gab es vor dem Katharinenhof. Vitus Budde informierte über das Kloster und Lydia erzählte den Gästen, dass in dieser Straße der jährliche Nikolausmarkt gehalten wird. Eigentlich ist dieser Markt der Weihnachtsmarkt von Kranenburg. Darauf findet man herzhafte Speisen. Hannah bot den Gästen eine Auswahl kleiner Häppchen an. Vitus schenkte den neuen Kranenburger Likör ein. Damit wurde auf Kranenburg im Advent angestoßen. Lydia und Vitus verabschiedete sich von den Gästen mit Leckereien und dem Gedicht ‘Weihnachten‘ von Joseph von Eichendorff. Damit war diese besondere kulinarische Stadtführung beendet.
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