Gennep-Info bezog am 1. Juli Räumlichkeiten im historischen Rathaus

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  Gennep ist ein hübsches Städtchen im ehemaligen Herzogtum Kleve und später Preußen. Sie wurde davon durch den Friedensvertrag von Wien, 1815, getrennt und ist seitdem Teil der Niederlande. Die Grenze wurde einen Kanonenschuss östlich der Maas gezogen.
Ich besuche dieses Städtchen jede Woche und berichte in Lokalkompass gerne darüber.
In der Wochenzeitung „Gennep“ las ich, dass Gennep-Info, einst untergebracht in der Bücherei in Gennep und später bei Jan Linders im Supermarkt Büroraum, nun endlich eine repräsentative Stelle in der Stadt bekommen hat und zwar im historischen Rathaus am Markt. Dieser Gebäude ist im Renaissancestil zwischen 1612 und 1620 errichtet worden.
Gennep ist bei Radfahrern beliebt und es gibt im Ort auch einen Knotenpunkt (25). Das Städtchen hat wie Kranenburg einen Stadtwall und eine Stadtmauer, hatte mal zwei Burgen, eine davon war das Genneperhuis an der Mündung der Niers.
Viele Einwohner lebten wie in Kranenburg von der Landwirtschaft und bauten im Ort Stadtbauernhöfe.
Es gab in der Stadt mal eine Eisenbahntrasse, wie in Kranenburg. Also vieles in Gennep erinnert an Kranenburg.
Gestern habe ich Gennep-Info besucht und Grüße aus Kranenburg überbracht. Im Erdgeschoss verfügt Gennep-Info über mehrere Räume. Diese sind stimmungsvoll mit modernen und historischen Möbeln eingerichtet. In einem befindet sich eine Theke. Der große Raum daneben ist mit einem großen Tisch mit Lehnsesseln möbliert und mit Gegenständen der Region geschmückt.
Gennep war auch ein Töpfereiendorf. Verschiedene Kunstwerke davon sind ausgestellt. An einer der Wände ist ein Fresko der Burg an der Niers, wie sie 1622 ausgesehen hat, gemalt. Dieses Fresko ist 2015 frei nachgemalt. Der dritte Raum ist eine Abstellkammer.
Als Stadt- und Kirchenführer von Kranenburg-Info fragte ich, ob Gennep-Info mit Kranenburg-Info zusammenarbeitet. Man sagte mir, wie kennen einander, aber viel weiter geht die Beziehung leider nicht.
Die Besucher von Gennep-Info kommen zuerst für Gennep. Das liegt auf der Hand. In wie weit für Kranenburg Interesse geweckt wird, weiß ich nicht. Vielleicht ist man sich in Gennep nicht bewusst, was Kranenburg bietet, wie wahrscheinlich umgekehrt auch in Kranenburg der Fall sein könnte. Kuchen essen in Kranenburg ist allenfalls bekannt! Es gibt aber viel interessantere Objekte. Die Gennep-Infobesucher haben wohl Interesse für Radfahrten und Wanderungen im Reichswald. Leider verfügt Gennep-Info nicht über eine geeignete Landkarte davon. Da im Wald keine Wegweiser aufgestellt werden dürfen, ist es spannend, wie man eine zuverlässige Reichswaldkarte herstellen kann.
Mir fehlt bei Kranenburg-Info Information über das Städtchen Gennep und die Information über die Ähnlichkeit mit Kranenburg. Ich habe in Kranenburg wohl einen Flyer über das historische Museum im restaurierten St. Martinusturm in Gennep angetroffen.

2010 habe ich über Gennep einen Stadtführer geschrieben. Die Gemeinde bestellte davon 500 Exemplare und ein Jahr später gab sie mir den Auftrag den Text in deutscher Sprache zu übersetzten. Davon wurden 200 Exemplare gedruckt. Gestern hörte ich, dass noch 1 Exemplar der niederländischen Version übrig ist. Dieses wird nicht verkauft. Eine 2. überarbeitete Auflage werde ich nach den Bauarbeiten im Ort vorbereiten. Und die 200 deutschsprachige Stadtführer mit empfohlenen Stadtwanderungen? Die Deutschen, die Gennep-Info besuchen, kaufen ihn nur selten, obwohl die nur ein Paar Euro kosten! Wie kann man sie für eine Stadtbesichtigung begeistern?
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