In der Kranenburger Wanderstraße ist viel Geschichte versteckt – Leser werden um Hilfe gebeten

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Wanderstraße 37-41
  Kranenburg: Wanderstraße | Die Wanderstraße entstand auf einem unbebauten Streifen an der Innenseite der historischen Stadtmauer von Kranenburg. Diese Mauer besaß Wehrtürme mit schmalen Fenstern, die dienten als Schießöffnungen. Von daraus verteidigten die Kranenburger sich gegen ihre Angreifer. Nachdem 1499 bewiesen war, dass die Stadtmauer keine sichere Befestigung mehr war, wurde sie nicht mehr gepflegt. Nach und nach verfiel sie.
Stadtbrände und Überschwemmungen suchten das Städtchen heim und verarmten die Bevölkerung. Die Familien in Kranenburg waren Kinderreich und dadurch war der Bedarf an Wohnungen groß. Für die Schwächten im Städtchen war der Hausbau nicht erschwinglich. Sie entfernten Ziegelsteine aus der maroden Stadtmauer, bis nur noch eine Einstein-Mauer davon übrig blieb. Diese diente als Rückfassade. Diese durchbrachen sie mit Fensterrahmen. Die Seitenfassaden und die Frontfassade wurden mit den entfernten Ziegelsteinen gemauert. Es wurden bescheidene kleine eingeschossige Häuser mit einem Dachboden. Die Bewohner gehörten zu den einfachsten Leuten im Ort.
Auf diese Weise wurde der unbebaute Streifen an der Innenseite der Stadtmauer zu der mit Häusern bestückten Wanderstraße. Diese Entwicklung fand im 18. Jh. und am Anfang des 19. Jh. statt.
Die Kranenburger fanden ihre Wanderstraße keine Straße zum Wandern. Sie mieden diese Gegend wegen der „eigenartigen“ Bewohner. Sie nannten dieses Viertel noch bis weit im 20. Jh. „Achteröm“.

Als Kranenburger Themaführer leite ich Gruppen durch den historischen Ortskern. Die Wanderstraße ist dabei beliebt, denn da ist die historische Stadtmauer von 1395 noch erkennbar. Die Häuserzeile mit den Hausnummern 37–41 ist wegen ihrer idyllischen Ansicht beliebt. Einige davon stehen unter Denkmalschutz. Auch malerisch ist die Häuserzeile mit den Hausnummern 25–33. Weniger beliebt sind die östlich des Mühlenturms gelegene Häuser mit den Hausnummern 1–21.

Nachdem ich die Geschichte des Häuserbaus in der Großen Straße erforscht habe und darüber das Buch „Große Straße – Kranenburgs Hauptstraße“ verfasst habe, bekam ich das Bedürfnis, die Wanderstraße zu erforschen. Ich habe alle Stadtmauerhäuser von vorne und hinten, sogar von oben aus dem Mühlenturm, fotografiert und studiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Backsteine dieser Häuser einiges ihrer Geschichte erzählen. Am meisten sogar die so genannten nicht beliebten Häuser mit den Nummern 1–21.
Darüber und über ihre früheren Bewohner möchte ich mehr wissen. Glücklicherweise gibt es in Kranenburg noch einige Zeitzeugen, die darüber berichten wollen.
Bei der Verfassung des Großen-Straße-Buches habe ich alle historischen Fotos aus dem Gemeindearchiv Kranenburg digitalisieren dürfen. Leider waren darunter nur ein Paar von der Wanderstraße.
Meint Bitte ist nun, ob Leser dieses Beitrags, die historische Fotos der Wanderstraße besitzen, mir diese zur Verfügung stellen wollen, um sie für mein Buch zu digitalisieren. Aufnahme davon ins Buch selbstverständlich mit Erwähnung des Urheberberechtigten und Zurückgabe. Vergilbt oder nicht, alle Fotos sind willkommen. Ich kann sie auch bei den Lesern fotografieren. Dann brauchen sie nicht abgegeben zu werden.
Diese Fotos können mein neues Buch „Geschichte der Kranenburger Wanderstraße“ zu einem Erfolg bringen.
Reaktionen gerne auf: eelcohek@g.mail.com.
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1 Kommentar
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 02.02.2017 | 11:54  
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