Kranenburger Schülergruppe auf großer Fahrt

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Kranenburger Schüler vor dem Kölcsey Ferenc Gymnasium in Körmend
Ungarn ist ein europäisches Land. Und dennoch war es für 22 Schülerinnen und Schüler der Hanna-Heiber-Hauptschule Kranenburg eine Reise in eine andere Welt. „Wir haben eine andere Kultur und Lebensart, eine für uns ungewohnte Welt vorgefunden, obwohl wir in Europa unterwegs waren“.

Die ungarische Stadt Körmend, Partnergemeinde von Kranenburg, hatte die Schülergruppe unter der Begleitung der Lehrpersonen Frau Kliewer und Herr Hartung und eine Delegation des Partnerschaftsvereins Groesbeek-Kranenburg-Ubbergen e.V. eingeladen, um gemeinsam mit österreichischen, slowenischen und ungarischen Jugendlichen an einem europäischen Festival mit dem Namen „Európa Napok“, übersetzt „Europatage“, teilzunehmen.

Die Reisenden, 15 lange Stunden mit dem Bus quer durch Deutschland und Österreich unterwegs, erwartete ein umfangreiches Programm. Jeder Tag stand unter einem anderen Thema. Am ersten Tag wurde gemeinsam ein europäischer Freundschaftsgarten gepflanzt. Am nächsten Tag gab es in gemeinsamer freiwilliger Arbeit im Schlosspark „Großreinemachen im Frühling“. Die Kranenburger hatten sich auf diese Arbeiten gut vorbereitet. Im Reisegepäck waren 300 Blumenpflanzen (gestiftet von der Kranenburger Firma Gartenbaucenter Peters) und 200 Arbeitshandschuhe (gestiftet von den Kranenburger Firmen Parkettböden Rozyn und HTS Hüttges). Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Kölcsey-Ferenc-Gymnasiums Körmend mit gemeinsamen Unterrichtsstunden in Deutsch und Englisch. Am letzten Tag wurde den Schülerinnen und Schülern altes bäuerliches Leben und Arbeiten in einem Freilichtmuseum gezeigt.

Während des Besuchs des Freilichtmuseums durch die Schülergruppe beteiligte sich die Delegation des Partnerschaftsvereins an einem Symposium zum Thema „Freiwilligenarbeit in Europa“. Dieses Symposium ergab eine interessante Information: In den Niederlanden ist im europäischen Vergleich – gemeinsam mit Österreich, Schweden und England – die Beteiligung bürgerschaftlich engagierter Menschen am höchsten (über 40 %). In Deutschland liegt die Beteiligung dagegen nur bei
30-39 %. Ungarn hat noch einigen Nachholbedarf.

Der Besuch in Körmend war für die Schülergruppe natürlich nicht nur mit Arbeit verbunden. Ungarische Volkstanzmusik, aber auch Hip-Hop und Salsa verleiteten zum Tanz vor der Festivalbühne. Es wurden soziale Kontakte zwischen ungarischen und deutschen jungen Menschen geknüpft, die auch noch nach dem Besuch anhalten werden. Möglicherweise gibt es ein Wiedersehen beim Stüppkesmarkt im Juni in Kranenburg. Dann wird hier eine große ungarische Delegation erwartet.

Körmend hat das Festival vorbereitet und gut organisiert. Deshalb hat die Europäische Union der Stadt Körmend einen Zuschuss bewilligt, aus dem die Kosten der Kranenburger Gäste finanziert wurden.
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