Der NABU machte heute eine Führung mit über 50 Interessierten durch das Naturschutzgebiet Kranenburger Bruch

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  Der NABU lud über die Presse Interessierten ein für eine Führung durch das Naturschutzgebiet Kranenburger Bruch. Dafür sammelten sich heute um 14.00 Uhr bei regnerischem Wetter über 50 Landwirte, Naturliebhaber und Einheimischen auf dem Parkplatz Tütthees an der Klever Straße.
Nachdem die über Maßnahmen der NABU südlich der Bruchsen Straße berichtet hatte, und mehrere verärgerte Leser Leserbriefe geschrieben hatten, wollte der NABU das Nutzen ihrer Maßnahmen erklären, ihr Ärger besänftigen und auf Fragen der Besucher eingehen.
In der Zeitung stand zuletzt noch, dass der NABU einen Gehölzstreifen auf dem Grundbesitz der Gemeinde Kranenburg unerlaubt entfernt hatte. Also hatte man die Meinung, dass der NABU auch Maßnahmen ausführt, die nicht vorher genehmigt worden sind. Das verneinte der NABU heute. Die Gemeinde hatte mit der Holzfällerei eingestimmt. Die Sträucher dürften nur auf 15 cm oberhalb der Erde geschnitten werden. Mitarbeiter des ausführenden Betriebs entfernten ohne Rücksprache mit dem NABU die Sträucher aber vollständig und vernichteten beim Fräßen die Wurzeln beim Fräßen der Oberfläche.
Landwirte hatten sich darüber beklagt, dass, wenn sie nur einen Strauch von ihrem Grundstück entfernen, der NABU dagegen heftig protestiert.
Die Gesellschaft, die sich kurz vor 14.00 Uhr auf dem Parkplatz Tütthees gesammelt hatte, war gemischt. Mehrere Besucher benutzten die Gelegenheit ihrem Herz Luft zu machen. Um genau 14.00 Uhr heißten die Naturschutzreferenten Dr. Andreas Barkow, Dietrich Cerff und Lisa Schinkel die Besucher ihrer Veranstaltung ein herzliches Willkommen.
Die Gruppe war so groß, dass sie in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt wurde. Die erste Gruppe mit Dietrich Cerff als Naturführer stellte sich in den Kurzen Hufen auf. Teilnehmer stellten sofort kritische Fragen über den Sinn der Einrichtung des Naturschutzgebiets, warum dieses Gebiet nicht einfach naturbelassen bleibt, warum so viel Steuergeld für den Unterhalt und neue Projekten ausgegeben wird, warum zuerst die Entwässerung des Gebiets gestoppt wurde und nun zeitweise wieder gefördert wird , usw. usw.
Dietrich Cerff und Dr. Andreas Barkow beantworteten die Fragen auf eine ruhige Weise und waren einverstanden in Zukunft bei der Planung ihrer folgenden Projekte mit den Einheimischen Rücksprache zu halten. Allmählich schmolz der „Ärger“ wie Eis an der Sonne. Was der Abholzung der Einzelbäume und des Gehölzstreifens in der Nähe der Bruchsen Straße betrifft, erklärte der NABU, dass das notwendig war, damit Bekassinen und Kiebitze ungefährdet brüten können. Sträucher und Bäume stehen der Entwicklung von Schilf im Weg.

Der Rundgang durch das Naturschutzgebiet Kranenburger Bruch ging durch die Kurze Hufen, Bruchse Straße, Hornderichstraße und den „Südpfad“ zwischen dem Elsenhof und dem Parkplatz Tütthees. An verschiedenen Stellen gaben die Naturschutzreferenten interessante Informationen. Diese sind in diesem Beitrag nicht beschrieben.
Nach 2⅟2 Stunden war die Führung zu Ende. Dass diese erfolgreich und interessant war, beweist die geringe Zahl der Teilnehmer, die unterwegs absprang.
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