"E-Bike-Autobahn" zwischen Kranenburg und der Kreisstadt

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Sprachen von einer guten Besucherresonanz beim aktuellen Unternehmerabend mit der Kreis-Wirtschaftsförderung in Kranenburg: Bürgermeister Günter Steins (links), Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers (Mitte) und die Gastreferentinnen Andrea Franken, Katrin Reinders und Ilka Janhsen (vorne v.l.n.r.).
Kranenburg: Bürgerhaus |

Echte Probleme mit dem Haushalt hat die Gemeinde Kranenburg seit langem nicht mehr. Bürgermeister Günter Steins lässt seit Jahren Vernunft walten. So verwunderte es auch nicht, dass er beim jüngsten Unternehmerabend mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve für das ausklingende Jahr von einem "Haushalt mit vertretbarem Minus" sprach.

Die Grundsteuer B bleibe unverändert, der Gewerbesteuer-Hebesatz von 417 Punkten sei unangetastet. Und die Kaufkraft in der Grenzgemeinde, so Steins, sei ebenfalls leicht angestiegen. Kurzum: Der erste Bürger zeichnete an der Schwelle zum Jahr 2017 ein überzeugendes Bild von seiner Gemeinde.

Damit dies so bleibe, werde man die Baugebiete in Kranenburg am Elsendeich weiter vorantreiben und in Nütterden das Binnenfeld II abschließen und um einen dritten Abschnitt erweitern. Am Großen Haag werde es zu Veränderungen des Einzelhandelsangebotes kommen. In Sachen Breitbandversorgung werde man in den nächsten zwei Jahren entscheidende Verbesserungen spüren, das Bürgerhaus, in dem der Unternehmerabend ein weiteres Mal stattfand, solle bald saniert werden und eine Wohnumfeld-Verbesserung im Ortskern von Kranenburg stehe auf seinem "Wunschzettel". Steins Hauptgrund: "Wir sollten hier sozialen Brennpunkten entgegenwirken".

Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass es zwischen Kranenburg und Kleve mit dem drei Meter breiten Radweg – ausgestattet mit Mittelstreifen und Beleuchtung – zu einer "E-Bike-Autobahn" in die Kreisstadt komme. Weiß man dann noch, dass es an der Römerstraße zu einem neuen, weiteren Kreisverkehr für die Gemeinde kommt, dann verinnerlicht man endgültig: In Kranenburg geht es rund.

Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers stellte im Anschluss für Kranenburg einen Zuwachs der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 1.773 auf 1.843 und damit um weitere 70 heraus. Im Namen des Kreis Kleve dankte er den Firmenchefs für das Versprechen, im Frühjahr nächsten Jahres für die Berufsfeld-Erkundung junger Leute 124 Praktikumsplätze bereitgestellt zu haben. Auf Kreisebene stehen damit über 7.000 Möglichkeiten offen, berufliche Perspektiven kennenzulernen. Für das Frühjahr 2017 kündigte die Kreis-Wirtschaftsförderung eine Reihe von Unternehmerfrühstücken an, bei denen es um die Fortentwicklung der Breitband-Qualitäten gehe. Sowohl Repräsentanten der Telekom, der Unity-Media und der Deutschen Glasfaser hätten hierzu ihre Beteiligung zugesagt. Somit bestehe, wie vor einigen Jahren, die erneute Gelegenheit, zu den Breitband-Partnern im Markt persönliche Aussprache zu suchen.

Dann schlug die Stunde der Hauptreferentinnen, nachdem Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers den Kranenburger Geschäftsleuten ein besonderes Angebot gemacht hatte: Zur Intensivierung der Inhalte des Vortrages „Tue Gutes und rede drüber – Der richtige Mix für den öffentlichen Unternehmens-Auftritt“ werde es in den nächsten Wochen einen kostenfreien mehrstündigen Praxis-Workshop geben, in dessen Rahmen die Einschätzung des ureigenen Marketing-Auftritts erfolgen wird. Es gebe Tipps zur Verbesserung ebenso wie die Erarbeitung von Pressemitteilungen und Hinweise auf angemessene Schritte zur erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Informationen bis hin zum Termin liefert die Gemeinde Kranenburg mit ihrer Tourismusförderin Anne Peimann (02826/7959).

Entsprechend ihrem selbst gesteckten Ziel schafften dann Moderatorin Andrea Franken, die Mediengestalterin Ilka Janhsen und die Journalistin und PR-Texterin Katrin Reinders den richtigen Mix für ihren eigenen unternehmerischen Auftritt. Über 45 Minuten spielten die drei durch frische Dialoge und pointierte Fragestellungen ans Publikum auf der Klaviatur von Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. „Schreibe kurz, klar und bildhaft“ war nur ein Rat an die interessierten Unternehmer. Ein markantes Logo, ein überzeugender Briefbogen, die einprägsame Visitenkarte, die Internetseite und vielleicht sogar ein kleiner Flyer oder eine Firmenbroschüre – dies alles ist nach Ansicht der Expertinnen Rüstzeug für den unternehmerischen Schritt an die Öffentlichkeit.
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